Hollande siegt im Rechtsstreit
„Closer“ muss an vermeintliche Geliebte zahlen

Sieg für Frankreichs Präsident Hollande: Für den „Closer“ hat die Berichterstattung über dessen angebliche Affäre ein Nachspiel. Das Blatt muss 15.000 Euro Schadenersatz an die vermeintliche Geliebte Gayet zahlen.
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ParisDie Berichterstattung über eine angebliche Affäre von Frankreichs Staatschef François Hollande (59) mit der Schauspielerin Julie Gayet (41) hat finanzielle Folgen für das französische Boulevard-Magazin „Closer“. Ein Gericht in Nanterre bei Paris verurteilte den Verlag am Donnerstag wegen Verletzung der Privatsphäre zur Zahlung von 15.000 Euro Schadenersatz.

Zudem muss das Magazin auf einem der nächsten Titel eine Erklärung mit einem Hinweis abdrucken, dass die Berichterstattung gegen geltendes Recht verstieß.

Der Prozess in Nanterre ging auf eine Anzeige Gayets zurück. Sie hatte Schadenersatz in Höhe von 50 000 Euro gefordert. Ihr Anwalt kritisierte in dem Verfahren vor allem die Jagd von Paparazzi auf seine Mandantin sowie den Abdruck von heimlich aufgenommenen Fotos. „Closer“ verwies hingegen auf das Recht auf Information. Der Artikel über die Affäre stelle die berechtigte Frage, ob der Präsident bei nächtlichen Ausflügen ausreichend geschützt gewesen sei, hieß es.

Von der umstrittenen Ausgabe hatte „Closer“ 610.000 Exemplare zum Preis von 1,50 Euro verkauft. Sonst kommt das Blatt mit einer wöchentlichen Auflage von 330.000 Exemplaren aus.

Hollande hatte sich im Zuge der Berichterstattung über ihn und Gayet von seiner langjährigen Lebensgefährtin Valérie Trierweiler getrennt. Die 49-Jährige musste nach den Veröffentlichungen mit einem Schock mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden.

Trierweiler war jüngst ebenfalls erfolgreich gegen „Closer“ vorgegangen. Sie erstritt 12.000 Euro Schadensersatz, weil das Blatt Bilder von ihr im Bikini gedruckt hatte. Ein Fotograf hatte die Aufnahmen heimlich auf der Urlaubsinsel Mauritius gemacht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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