Homo-Ehe
Paare klagen vor höchstem US-Gericht

„Same-Sex“-Paare in den USA hoffen auf grünes Licht für die Homo-Ehe. Das höchste Gericht in Washington berät über zwei strittige Fälle. Das Urteil könnte weitreichende Folgen haben.
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San Francisco/WashingtonIn dem Dauerstreit um das Ja-Wort von schwulen oder lesbischen Paaren könnte das höchste US-Gericht ein Machtwort sprechen. Der Supreme Court in Washington beschäftigt sich ab dieser Woche mit der Zulässigkeit gleichgeschlechtlicher Ehen in Kalifornien.

Zudem prüfen die obersten neun Richter die Verfassungsmäßigkeit des „Defense of Marriage Act“ (DOMA), ein Gesetz, das der Kongress 1996 verabschiedet hatte. Darin wird Bundesstellen untersagt, Partnern in Homo-Ehen die gleichen Vorteile zu gewähren wie Partnern in traditionellen Ehen. Dazu gehören Vorteile bei Steuern und Krankenversicherungen.

Hinter beiden Fällen stehen persönliche Schicksale. Zwei Paare in Kalifornien liefern sich mit Gegnern der Homo-Ehe seit Jahren ein juristisches Tauziehen um das Recht zu heiraten. Die Klägerin Kris Perry, und ihre langjährige Partnerin Sandy Stier, die in Berkeley vier Kinder aufziehen, hatten 2008 das kurze Fenster zum Heiraten verpasst. Nur wenige Monate waren damals in dem Westküstenstaat Homo-Ehen legal, dann schoben die Wähler mit einem Referendum einen Riegel vor.

Auch das schwule Paar Jeff Zarrillo und Paul Katami aus Los Angeles kam zu spät. Gemeinsam mit dem Staatsanwalt der liberalen Stadt San Francisco geht ihr Kampf um Gleichberechtigung nun vor den Supreme Court.

Eine 83-jährige New Yorker Witwe zieht gegen „DOMA“ ins Feld. Edith Windsor hatte 2007 in Kanada ihre langjährige Partnerin Thea Speyer geheiratet. Speyer starb knapp zwei Jahre nach der Hochzeit. Windsor erbte ihr Vermögen, musste aber - weil die Ehe vom Bund nicht anerkannt wurde - mehr als 360 000 Dollar Erbschaftssteuer zahlen. „Wenn Thea ein Theo gewesen wäre, hätte ich nichts zahlen müssen“, empörte sich Windsor in einem Radiointerview. Dies sei eine „schreckliche Ungerechtigkeit“.

Die Gesetzeslage für homosexuelle Partnerschaften in den USA gleicht einem Flickenteppich: Rund 30 der 50 Bundesstaaten haben in ihren Verfassungen festgeschrieben, dass die Ehe ausschließlich eine Sache zwischen Mann und Frau sei. In neun Staaten und der Hauptstadt Washington können Schwulen- und Lesbenpaare dagegen vor das Standesamt treten. In anderen Staaten gibt es Kompromisslösungen, wie die „Civil Union“, die der deutschen eingetragenen Partnerschaft gleicht, oder die „Domestic Partnership“ (häusliche Partnerschaft).

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • @ Rasiermesser: was heißt schon rund laufen! Eine Redewendung aus der Zeit des ersten Rades, das an einem Streitwagen angebracht war. Ich halte das ganze Gedöns um die bürgerliche Ehe als widerlich. Diese wurde eingeführt um der kath. Kirche nach der Pest wieder ausreichende Leibeigene zu gebähren. Die Kirche war damals der größte Grundbesitzer und hatte durch die Pest ca 70 % ihrer arbeitsfähigen Leibeigenen verloren. Damit auch wirklich geschwängert wurde, wurde Sex ohne Zeugungswunsch verboten. Davor hat man nicht geehelicht sondern Genusssex betrieben; und Verhütung, Abtreibung und NeugebohrenenTötung waren gesellschaftlich bis dahin quasi erlaubt. Erst nach 1968 wurde der Genusssex so langsam wieder entdeckt. Heute noch jammert die Kirche diesbezüglich einem die Ohren voll. (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Was läuft bei Ihnen eigentlich nicht richtig rund, pit?

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