Honduras
Zelayas Zukunft entscheidet sich nach der Wahl

Honduras setzt auf Beruhigung der Lage: Die Parlamentarier wollen erst nach der Präsidentenwahl über die Rückkehr des gestürzten Staatschefs Zelaya entscheiden. Diese wäre jedoch ohnehin nur zeitlich begrenzt: Seine Amtszeit läuft im Januar aus.
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HB TEGUCIGALPA. Das honduranische Parlament will erst nach den Präsidentenwahlen am 29. November über eine Beteiligung des gestürzten Staatschefs Manuel Zelaya an einer Regierung entscheiden. Der Parlamentsvorsitzende José Alfredo Saavedra sagte am Dienstag in einem Radiogespräch in Tegucigalpa, die Abgeordneten würden erst in der kommenden Woche, also wenige Tage vor der Wahl, die Gutachten der entsprechenden Institutionen erhalten, darunter des Obersten Gerichtes, der Staatsanwaltschaft und des Beauftragten für die Menschenrechte. Die Entscheidung über die Wiedereinsetzung Zelayas solle dann kurz nach der Wahl fallen. Der gestürzte Präsident sieht die Abstimmung als Farce an und nennt sie unrechtmäßig.

Anfang November hatten sich die Konfliktparteien in dem mittelamerikanischen Krisenland unter US-Vermittlung darauf verständigt, dass der Oberste Gerichtshof und das Parlament darüber entscheiden sollten, ob Zelaya noch einmal an die Macht zurückkehren könne. Diese Rückkehr wäre jedoch nur zeitlich beschränkt bis zum Amtsantritt seines Nachfolgers im Januar 2010. Zelaya erklärte inzwischen seinen Verzicht, um seine Entmachtung im Juni nicht im Nachhinein zu legitimieren.

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