Hongkong ist in allen Disziplinen führend
Deutsche Schüler müssen individuell gefördert werden

Das Schulsystem in Deutschland muss sich mehr an den Interessen und Fähigkeiten der einzelnen Schüler orientieren. Dies ergibt sich aus einer erweiterten Auswertung der PISA-Studie, die am Dienstag in London von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der UNESCO vorgestellt wurde.

HB/dpa LONDON. Darin wurde auch der Mangel an Chancengleichheit zwischen deutschen und ausländischen Schülern kritisiert. Dies sei, so erklärte Andreas Schleicher von der OECD, hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass bei der Schülerauswahl der soziale Hintergrund eine größerer Rolle spiele als die akademische Befähigung.

In dem zweiten Teil der Pisa-Studie waren die Leistungen 15- jähriger Schüler in 15 Nicht-OECD-Staaten untersucht worden. Als Musterbeispiel für den Erfolg der Integration von Schülern sowie der Verbindung von Chancengleichheit und Leistung wurde Hongkong hervorgehoben. Trotz schlechterer wirtschaftlicher Startbedingungen und mit einem 45-prozentigen Anteil von Migranten-Schülern - im Vergleich zu 16 Prozent in Deutschland - sei Hongkong in allen Disziplinen führend. „Das Beispiel Hongkong zeigt, dass es zentral darauf ankommt, die individuelle Förderung nach klaren Leitsätzen in das Gesamtbildungssystem zu integrieren“, sagte Schleicher.

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