Humanitäre Hilfe
UN genehmigen Gelder-Freigabe an Libyen

Die Gelder des libyschen Regimes unter Muammar al Gaddafi hatten die Vereinten Nationen einfrieren lassen. Nach dem Sturz des Diktators gibt die Staatengemeinschaft Teile der Gelder für humanitäre Zwecke wieder frei.
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New YorkGroßbritannien darf eingefrorene libysche Finanzmittel in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) für humanitäre Zwecke freigeben. Das Sanktionskomitee der Vereinten Nationen habe am Dienstag eine entsprechende Anfrage aus London genehmigt, teilte der britische UN-Botschafter mit

Die Mittel waren im Zuge der UN-Sanktionen gegen die Führungsriege um den langjährigen Machthaber Muammar el Gaddafi wegen seines Vorgehens gegen die Zivilbevölkerung eingefroren worden. Auch andere Länder wollen Mittel von gesperrten Konten zur Verwendung für humanitären Hilfsmaßnahmen in Libyen freigeben: Deutschland will rund eine Milliarde Euro beitragen, Frankreich fünf Milliarden Euro. Es war zunächst unklar, ob das UN-Sanktionskomitee auch Berlin und Paris am Dienstag grünes Licht für die Freigabe der Mittel gab.

Darüber hinaus hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die internationale Gemeinschaft „zu schnellem und entschiedenem Handeln“ in Libyen aufgefordert. „Mein Ziel ist es, sobald wie möglich UN-Mitarbeiter unter einem robusten Mandat vor Ort zu haben“, sagte er am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Die humanitäre Situation erfordere dringendes Eingreifen. „Das Leiden der Bevölkerung muss ein Ende haben“, betonte der UN-Chef.

Besonders wichtig sei die Wasserversorgung, da geschätzte 60 Prozent der Bevölkerung ohne sanitäre Versorgung sei. Er begrüßte die Entscheidung des Sicherheitsrates, die 1,5 Milliarden Dollar der eingefrorenen Gelder des untergetauchten libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi für humanitäre Hilfe freizugegeben.

Es seien bereits Fortschritte sichtbar: Krankenhäuser öffneten wieder, das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen schicke 45 Tonnen Medikamente und Blutspenden, so Ban. Der Generalsekretär will am Donnerstag an einer Libyen-Konferenz in Paris teilnehmen, wie die UN am Dienstag mitteilte.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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