Hungersnot
In Niger beginnt die UN mit der Lebensmittelverteilung

Mit einer großangelegten Verteilung von Lebensmitteln an die hungernde Bevölkerung hat das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen in Niger begonnen. Das bestätigte ein WFP-Sprecher am Dienstag in Genf.

HB NIAMEY. In einem lokalen Ausgabezentrum 90 Kilometer westlich der Hauptstadt Niamey seien am Montag erstmals 35 Tonnen Getreide, Hülsenfrüchte und Speiseöl an mehr als 2000 Menschen verteilt worden. In den kommenden zwei Monaten soll in Zusammenarbeit mit der Regierung von Niger rund 2,5 Millionen Menschen geholfen werden. Sie sind nach einer Heuschreckenplage und einer Dürre im westafrikanischen Land vom Hunger bedroht.

Im Zeitraum vom 24. Juli bis zum vergangenen Sonntag habe das WFP 3700 Tonnen Nahrungsmittel an Partnerorganisationen weitergegeben, die damit Krankenstationen belieferten, in denen unterernährte Kinder behandelt werden, fügte die Sprecherin hinzu. Doch nicht nur der Hunger setzt der Bevölkerung in Niger zu: Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt nun auch vor der Gefahr einer Cholera-Seuche.

Bislang seien 61 Fälle von Choleraerkrankungen im Bezirk Bouza in der Region Tahoua bekannt geworden, teilte die WHO am Montagabend in Genf mit. Zehn Menschen seien an der Krankheit gestorben. Die Organisation werde noch in dieser Woche acht Cholera- Versorgungseinheiten nach Niger schicken.

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