Hurrikan „Katrina“
Bush räumt schwere Versäumnisse ein

US-Präsident George W. Bush hat schwere Versäumnisse der amerikanischen Regierung nach dem Hurrikan „Katrina“ eingeräumt und die Verantwortung dafür übernommen.

HB WASHINGTON. "'Katrina' hat schwerwiegende Probleme im Reaktionsvermögen auf allen Ebenen der Regierung offenbart", sagte Bush am Dienstag in Washington. "In dem Umfang, in dem die Regierung in Washington nicht richtig gehandelt hat, übernehme ich die Verantwortung. Ich will wissen, was richtig und was falsch gelaufen ist." Gleichzeitig mahnte Bush eine engere Zusammenarbeit der Bundes- und der lokalen Behörden an, um künftig Naturkatastrophen besser zu bewältigen.

Die Amerikaner werfen Bush vor, zu langsam auf den Hurrikan „Katrina“ reagiert zu haben, der vor gut zwei Wochen die US-Südstaaten heimgesucht hatte. Seine Zustimmungswerte in der Bevölkerung waren zuletzt deutlich gefallen. Für Donnerstag hat Bush eine Rede über den langfristigen Wiederaufbau der Krisenregion angekündigt.

Neuer Fema-Chef ernannt

Bush ernannte am Dienstag einen Nachfolger für den zurückgetretenden Chef der Katastrophenschutzbehörde Fema, Michael Brown. Dieser hatte wegen anhaltender Kritik an seiner Behörde am Montag seinen Hut genommen. Nun soll David Paulison die Fema führen, die dem US-Heimatschutzministerium untersteht.

In den von "Katrina" schwer getroffenen Gebieten in den Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama schöpfen die Menschen unterdessen langsam Hoffnung. Entgegen erster Schätzungen gehen die Behörden inzwischen davon aus, dass "Katrina" doch nicht tausende Menschen das Leben gekostet hat. Die offizielle Zahl in den Bundesstaaten Louisiana und Mississippi lag am Dienstag bei etwas über 500.

Auch in New Orleans setzt sich vorsichtiger Optimismus durch. John Wade, Mitarbeiter einer Bar, sagte: "Es wird anders sein, aber ich hoffe, es wird besser. Ich denke, es wird weitergehen." Wade verwies auf den fast normalen Zustand des berühmtesten Viertels der Stadt. "Wenn das French Quarter zerstört worden wäre, würde diese Stadt vielleicht nicht wiederauferstehen. Aber das Viertel gibt es noch."

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