„Hygieneverstöße“

Russland schließt McDonald's-Filialen

Für viele Menschen weltweit gilt die Fast-Food-Kette als Inbegriff der US-amerikanischen Wirtschaft: Nach Sanktionen zwischen Russland und dem Westen lässt Putin nun vier Filialen in der russischen Hauptstadt schließen.
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McDonald's gilt weltweit als Inbegriff der US-Wirtschaft, als erste internationale Fast-Food-Kette eröffnete sie einst eine Filiale in Moskau. Quelle: AFP

McDonald's gilt weltweit als Inbegriff der US-Wirtschaft, als erste internationale Fast-Food-Kette eröffnete sie einst eine Filiale in Moskau.

(Foto: AFP)

MoskauRussland lässt vier McDonald's-Filialen in Moskau schließen. Zur Begründung führte die Lebensmittelaufsicht am Mittwoch wiederholte Verstöße gegen Hygienevorschriften an. Aus der Behörde verlautete, Teile der Restaurants seien abgesperrt worden. McDonald's Russland erklärte, den Vorwürfen nachzugehen. Es werde ermittelt, mit welchen Schritten die Filialen schnellstmöglich ihren Betrieb wieder aufnehmen können.

McDonald's betreibt in Russland rund 400 Restaurants. Das Unternehmen hatte zu Zeiten der Sowjetunion als erster internationaler Fast-Food-Konzern eine Filiale in der russischen Hauptstadt eröffnet. Vielen Verbrauchern weltweit gilt die Burger-Kette als Inbegriff der US-Wirtschaft.

Nach dem umstrittenen Anschluss der Krim an Russland hatte McDonald's Anfang April den Betrieb seiner Restaurants auf der Halbinsel vorübergehend eingestellt und damit Jubel unter anti-westlichen Politikern in Moskau ausgelöst.

Forderungen aus ihrem Lager nach einer Schließung von US-Geschäften in ganz Russland schürten schon damals Befürchtungen, dass die schwersten Ost-West-Spannungen seit Ende des Kalten Krieges in einen Handelskrieg zwischen Russland und den USA münden könnten.

Inzwischen verhängte der Westen eine Reihe von Sanktionen gegen Russland, das daraufhin Anfang August den Import von Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Obst und Gemüse aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen für ein Jahr verbot.

In Polen wurde unterdessen der Verdacht laut, dass Russland das Embargo auch auf den Transit von Nahrungsmitteln auszuweiten versucht. Es gebe Hinweise, dass die Zollbehörden den Transport von Lebensmitteln durch Russland stoppen wollten, sagte der polnische Vize-Ministerpräsident Janusz Piechocinski am Mittwoch vor Journalisten. Details nannte er nicht.

Die mit Russland in einer Zollunion verbundenen Nachbarländer Kasachstan und Weißrussland haben sich dem russischen Einfuhrverbot für Produkte aus der EU nicht angeschlossen. Über diesen Weg könnten also Lebensmittel aus dem Westen nach Russland gelangen.

  • rtr
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9 Kommentare zu "„Hygieneverstöße“: Russland schließt McDonald's-Filialen"

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  • Es geht eben nichts ueber Rechtssicherheit. Und die hat Putin noch nie gekuemmert.

  • Da sollte Russland aber auch konsequent sein - nicht nur bei Fastfood. Auch folgende Produkte sollten dann nicht mehr benuzt werden: Handy's, Computer, Computerchips, Autos, Software, Medizinprodukte etc.

    Alles andere ist nur billigste Propaganda. Aber das erwartet man ja auch von Putin.

  • Kann ich Putin nur beipflichten.
    De Westen hat begonnen, nun muß er es ausbaden

  • Wäre ich ausländischer Unternehmer würden bei mir spätestens jetzt die Alarmglocken läuten!

    Wer so mit Unternehmern umgeht braucht keine Unternehmer aus dem Ausland!

    Da die Russen alles sowieso am Besten beherrschen, frage ich mich warum sie das nicht schon längst bewiesen haben?

  • Hygiene-Verstösse sind sehr leicht nachzuweisen.

    Wahrscheinlich wird man in Russland auch Coca-Cola genauer untersuchen, ob es zuviel Zucker enthält und dadurch für die Russsen gesundheitsschädlich ist.

  • schade, damit sind's ein paar "öffentliche" Toiletten weniger in der Stadt:)

    wer schon mal in Russland war, weiß, dass es sehr leckere Alternativen zu McDonalds gibt, was Schnellrestaurants angeht.

  • Glückliches Russland!

    Gratulation an Putin!

  • (...)

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • ich gratuliere den Russen zu diesem Entschluss. Vielleicht verlernen damit ein par Frauen weniger das Kochen.

    Weniger Fastfood - mehr Lebensqualität für weniger Geld :-)

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