Hypo Alpe Adria
Kärnten denkt an Hilfe für BayernLB-Tochter

Kleiner Sinneswandel in Österreich: Das Bundesland Kärnten verweigert sich einer Finanzspritze für die angeschlagene Hypo Alpe Adria nicht mehr kategorisch. Wahrscheinlich wird diese Form der Unterstützung durch den einstigen Besitzer dadurch aber immer noch nicht.
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HB FRANKFURT. Das österreichische Bundesland Kärnten schließt eine Unterstützung für die angeschlagene BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) nicht mehr grundsätzlich aus. "Es ist jetzt alles offen, die Vorschläge liegen am Tisch", sagte eine Sprecherin von Josef Martinz, Chef der Kärntner Landesholding, die rund zwölf Prozent an der HGAA hält, am Mittwochabend. Eine finanzielle Unterstützung durch Kärnten, das früher Eigentümer des Finanzinstituts war, wollte sie nicht ausschließen. "Aber wir ziehen es auch nicht in Erwägung." Die Sprecherin machte deutlich, dass die österreichische Regierung in Wien sowie die BayernLB, die 67 Prozent an der HGAA hält, für die Rettung des Finanzinstituts aufkommen sollten. "Die Landesholding bringt sich dann ein, wenn Bund und Bayern sich festgelegt haben."

Der Freistaat Bayern beharrt bislang darauf, dass die angeschlagene BayernLB ihre Probleme mit der österreichischen Problemtochter HGAA ohne weitere Staatshilfe lösen muss. Bayern werde die Hypo nicht weiter finanziell stützen, hatte Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) jüngst gesagt. Seit Tagen pokern München und Wien um die Zukunft der maroden Kärntner Bank, die dringend eine Kapitalspritze von rund 1,5 Mrd. Euro benötigt. Beschlossen werden soll dies auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am Freitag.

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