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„I have a Dream“ : Occupy-Demonstranten verbünden sich mit Martin Luther Kings Erben

Occupy Wall Street bereitet sich auf ein neues Protestjahr vor - mit Verstärkung von schwarzen Bürgerrechtlern. Zum Start marschierten sie vor der Fed auf und drohten der Finanzbranche, darunter der Deutschen Bank.

Der Bürgerrechtler Reverend Jamal H. Quelle: Nils Rüdel
Der Bürgerrechtler Reverend Jamal H. Quelle: Nils Rüdel

Washington„Es ist saukalt hier“, ruft der farbige Hüne ins Mikrofon. „Aber Leute, mir ist ganz schön heiß“. Denn heute, fährt der Zwei-Meter-Mann in Army-Jacke mit lauter werdender Stimme fort, heute sei ein „ganz großer Tag“. Nichts weniger  als der „Start einer neuen Bewegung“, er schreit jetzt fast, „von der man noch lange sprechen wird“. Vor dem Veteranen stehen gut 200 frierende Zuhörer, fast alle farbig, und rufen „Yeah!“. Hinter ihm erhebt sich in der Morgensonne, weiß, trutzburgartig und vollkommen desinteressiert, die Federal Reserve, die Notenbank der USA.

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Es ist ein eiskalter Montagmorgen in Washington, am Martin-Luther-King-Gedenktag, einem nationalen Feiertag zu Ehren des 1968 ermordeten schwarzen Bürgerrechtlers. Und geht es nach den Leuten hier, ist das gerade ein historischer Moment. Die Geburtsstunde von „Occupy The Dream“, dem lange erwarteten Zusammenschluss der Bewegung Occupy Wall Street und der schwarzen Community. „Wäre Dr. King noch am Leben, er wäre heute hier“, behauptet der Redner. „Es ist sein Traum, den wir weiterleben.“

Mahnwachen „Occupy“ marschiert auf Martin Luther Kings Spuren

  • Mahnwachen: „Occupy“ marschiert auf Martin Luther Kings Spuren
  • Mahnwachen: „Occupy“ marschiert auf Martin Luther Kings Spuren
  • Mahnwachen: „Occupy“ marschiert auf Martin Luther Kings Spuren
  • Mahnwachen: „Occupy“ marschiert auf Martin Luther Kings Spuren

Es war zuletzt etwas still geworden um Occupy Wall Street. Seit die Demonstranten damit geadelt wurden, dass „Occupy“ Amerikas Wort des Jahres 2011 wurde. Spätestens aber seit die Aktivisten aus fast allen Städten der USA von den Plätzen vertrieben wurden und der Winter auch den härtesten Aktivisten das Leben schwer machte, war die Bewegung aus den Schlagzeilen verschwunden. Doch für einen Platz in der Rubrik „Was macht eigentlich…“ ist es noch zu früh: Von ihren Wohnzimmer aus bereitet sich die Bewegung gerade auf ein neues Protestjahr vor.

  • 17.01.2012, 10:10 UhrAlexM4

    Martin Luther King würde sich im Grabe umdrehen ob dieses Irrsinns!

  • 17.01.2012, 08:15 Uhrkarstenberwanger

    so lange die FED steht, so lange geht der weltweite Wahnsinn weiter. Egal wer da wo protestiert.

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