IAEO untersucht neue Vorwürfe
El Baradei sieht Atomstreit mit Optimismus

IAEO-Generaldirektor Mohammed el Baradei am Montag unerwartet optimistisch zu einer möglichen Lösung des Atomstreits mit Teheran geäußert. Am Dienstag wird über das iranische Atomprogramm vor dem Gouverneursrat der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) debattiert.

HB WIEN. Gleichzeitig kursierten bei der Wiener Atombehörde mehrere neue Vorschläge für einen Atomkompromiss zwischen dem Iran und der EU. Am Abend bestätigten führende Beamte aus der Umgebung der IAEO in Wien, IAEO-Inspekteure untersuchten Vorwürfe, wonach Teheran heimlich an der Entwicklung von Atomsprengköpfen für ihre Mittelstreckenrakete Shahab III arbeiteten.

El Baradei hatte sich am Morgen unerwartet optimistisch über eine mögliche Einigung im Atomstreit mit dem Iran geäußert. Eine politische Lösung sei schon „in der nächsten Woche oder so“ möglich, sagte der IAEO-Chef vor der Sitzung des Gouverneursrats. In den vergangenen Wochen seien „große Fortschritte gemacht worden“. Es sei jetzt wichtig, dass „beide Seiten (Iran und die EU) wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren“. Die einzige Lösung sei ein „umfassendes Abkommen“ zwischen Teheran und der EU.

Der Rat befasst sich voraussichtlich an diesem Dienstag mit einem kritischen Baradei-Report über das iranische Atomprogramm. Der Bericht wird anschließend dem UN-Sicherheitsrat übermittelt, der danach über weitere Schritte gegen den Iran entscheiden kann. Teheran wird insbesondere von den USA und den Europäern verdächtig, den Besitz von Atomwaffen anzustreben.

Vor der Debatte kursierten am Montag in Wien gleich mehrere Vorschläge für einen Atomkompromiss zwischen der EU und dem Iran.

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