Iguala
Massengrab in Mexiko entdeckt

Behörden in Mexiko haben ein Massengrab entdeckt – in der Nähe des Ortes, wo 43 Studenten nach einem umstrittenen Polizeieinsatz verschwunden waren. Um wen es sich bei den Toten handelt, sollen nun DNA-Analysen klären.
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IgualaSieben Tage nach dem mysteriösen Verschwinden von 43 Studenten im Süden Mexikos hat die Polizei in der Region um die Stadt Iguala ein Massengrab entdeckt. Die Behörden sagten weder, wie viele Leichen genau entdeckt wurden, noch ob es bereits Hinweis darauf gäbe, ob es sich bei den Toten um die vermissten Studenten handele.

Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP gaben zwei Polizisten an, dass mindestens 15 Leichen gefunden worden seien. Die Deutsche Welle berichtet unter Berufung auf andere Medien, dass in dem Grab „mindestens neun Leichen“ liegen. Mit Hilfe von DNA-Tests sollen die Körper nach Angaben der Behörden nun identifiziert werden.

Darüber, wer den Hinweis auf das Grab gab, gibt es unterschiedliche Berichte. Ein Polizeisprecher sagte laut der Nachrichtenagentur AFP, das Massengrab sei nach einem Hinweis eines anonymen Anrufers gefunden worden.

Die Onlineausgabe der Zeitung El Mundo hingegen berichtet, das Grab sei auf einen Hinweis von einem der im Fall der vermissten Studenten Festgenommen entdeckt worden.

Die Lehramtsstudenten waren am Freitag vor einer Woche zum Spendensammeln in Iguala hundert Kilometer nördlich von Chilpancingo im Bundesstaat Guerrero unterwegs. Nach ihrer Aktion kaperten sie mehrere öffentliche Busse, um zu ihrer Hochschule zurückzufahren.

Polizisten aus Iguala eröffneten daraufhin das Feuer. Drei Studenten wurden getötet. Laut Augenzeugen wurden dutzende weitere Studenten in Polizeifahrzeugen fortgebracht. Einige von ihnen, die sich offenbar versteckt hatten, tauchten wieder auf. Von 43 weiteren fehlt jede Spur.

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Fest im Griff von Bandengewalt

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