Illegale Einreise
Nordkorea nimmt US-Bürger fest

Nordkorea hat am Dienstag die Festnahme eines US-Bürgers bestätigt, bei dem es sich vermutlich um einen seit Weihnachten vermissten christlichen Missionar handelt.
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HB SEOUL. Gegen den Mann werde wegen illegaler Einreise ermittelt, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Er sei am Donnerstag festgenommen worden. Zu seiner Identität wurden keine Angaben gemacht. Es handelt sich offenbar um den 28 Jahre alten Robert Park, der nach Angaben der Organisation Pax Koreana an Weihnachten illegal nach Nordkorea reiste, um gegen Menschenrechtsverletzungen in dem kommunistischen Staat zu protestieren.

Park, dessen Familie aus Korea stammt, soll die Grenze auf einem zugefrorenen Fluss in der Nähe der Stadt Hoeryong überquert haben. Er führte nach Angaben der Organisation einen Brief an den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Il mit sich, in dem dieser zur Freilassung aller politischen Gefangenen und zum Rücktritt aufgerufen wird.

Parks Onkel Manchul Cho bezeichnete die Bestätigung der Festnahme als gute Nachricht. Er sei besorgt gewesen, dass sein Neffe ohne irgendeine offizielle Mitteilung hingerichtet werden könnte. Ein Sprecher des US-Außenministeriums, Ian Kelly, äußerte sich am Montag besorgt. Die schwedische Botschaft in Pjöngjang habe den USA angeboten, Informationen über das Schicksal Parks einzuholen.

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