Illegale Einwanderung
Bush will Grenze zu Mexiko abschotten

US-Präsident George W. Bush will härter gegen die illegale Einwanderung vorgehen. 6000 Soldaten der Nationalgarde werden zunächst für ein Jahr an die rund 3000 Kilometer lange Grenze zwischen Mexiko und den USA geschickt.

HB WASHINGTON. „Wir haben noch nicht die volle Kontrolle über die Grenze. Und ich bin entschlossen, das zu ändern“, sagte Bush in einer im Fernsehen übertragenen Rede aus dem Oval Office. Bush versuchte dabei vor einer Debatte im Senat auf den wachsenden Druck konservativer Verbündeter einzugehen, schärfer gegen illegale Einwanderung vorzugehen. Gleichzeitig beharrte er allerdings auch auf ein vorübergehendes Gastarbeiter-Programm für illegale Einwanderer, die Arbeiten übernehmen sollten, die Amerikaner nicht mehr machen wollten.

„Um die Grenze wirkungsvoll zu sichern, müssen wir die Zahl derer reduzieren, die versuchen, sie zu überwinden“, sagte Bush. Während Mexiko eine Militarisierung der Grenze befürchtet, hieß es aus dem Präsidialamt in Washington, die Nationalgardisten sollten die Grenzschützer bei Überwachung und Logistik unterstützen und nicht selbst entlang der Grenze patrouillieren. „Die USA werden ihre südliche Grenze nicht militarisieren. Mexiko ist unser Nachbar und unser Freund“, versuchte Bush zu beruhigen.

Voraussichtlich werden die Nationalgardisten ab Anfang Juni an der Grenze eingesetzt. Binnen eines Jahres könnte ihre Zahl auf bis zu 6000 steigen. Danach soll die Zahl bis Ende 2008 sukzessive wieder abgebaut werden. Gleichzeitig soll derweil die Zahl der Grenzschützer um 6000 auf 18 000 steigen. Die Kosten des Programms sind mit rund 1,9 Milliarden Dollar veranschlagt.

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