Illegale Wahlkampffinanzierung
Bushs Vertrauter tritt ab

Einer der engsten Vertrauten des amerikanischen Präsidenten George W. Bush gibt seine Arbeit im Parlament auf: Der republikanische Abgeordnete Tom DeLay verzichtet bei der Kongresswahl im November auf eine Kandidatur und will sein Mandat im Mai oder Juni niederlegen.

HB WASHINGTON. Der Texaner zieht damit die Konsequenzen aus einem Lobby-Skandal, der das politische Establishment von Washington erschüttert hat. Bereits im Januar hatte De Lay seinen Verzicht auf den Fraktionsvorsitz im Repräsentantenhaus erklärt. Dieses Amt musste er unter wachsendem Druck in den eigenen Reihen abgeben, nachdem im Herbst vergangenen Jahres ein Verfahren wegen illegaler Wahlkampffinanzierung in Texas eröffnet worden war.

De Lay wird beschuldigt, republikanische Kandidaten für das texanische Parlament entgegen den gesetzlichen Bestimmungen mit Firmenspenden versorgt zu haben. Auch soll DeLay enge Beziehungen zu dem verurteilten Lobbyisten Jack Abramoff unterhalten haben. Zu beiden Fällen hat DeLay erklärt, er habe sich kein Fehlverhalten vorzuwerfen.

Dem Magazin „Time“ sagte DeLay, er könne außerhalb des Kongresses mehr bewirken als im Parlament, und fügte hinzu: „Ich will weiter für die konservative Sache kämpfen.“ In einem Interview der texanischen Zeitung „The Galveston County Daily News“ sagte DeLay, seine Entscheidung sei zum Teil auch eine Konsequenz aus schlechten Umfragewerten.

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