Im Gespräch mit den G11
Arme Länder unterstützen Wolfowitz

Die in der Weltbank vertretenen Entwicklungsländer haben sich am Mittwoch mit dem umstrittenen US-Kandidaten für den Chefposten der Institution getroffen und nach eigener Einschätzung „ermutigende Botschaften“ erhalten.

HB DÜSSLEODORF. Die Diskussionen mit dem derzeitigen US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz seien sehr positiv verlaufen, sagten Vertreter der in der Gruppe G11 zusammengefassten Staaten aus Asien, Afrika, Lateinamerika und dem Nahen Osten.

Zahlreiche Hilfsorganisationen hatten sich skeptisch geäußert, ob der profilierte Irak-Krieg-Befürworter als Weltbank-Chef die Förderung der Entwicklungsländer fortsetzen oder einseitig auf ein freies Spiel der Märkte setzen wird.

Ein hochrangiger Vertreter eines afrikanischen Staates sagte nach dem Treffen, bei dem Gespräch sei es um die Aufgabe der Weltbank gegangen, die Repräsentation von Entwicklungsländern bei der Institution, die finanzielle Unterstützung von Infrastruktur-Projekten sowie die Frage, ob Wolfowitz eine multilaterale Politik verfolgen werde.

Wolfowitz sagt, er wolle die Armutsbekämpfung fortsetzen

„Er hat bekräftigt, dass er eine multilaterale Politik verfolgen wird“, sagte der afrikanische Vertreter. „Er sprach auch sehr positiv über die Politik des (scheidenden Weltbank-Chefs James) Wolfensohn und er hat die Absicht, diese Richtung fortzusetzen.“

Wolfensohn hatte den Kampf gegen die Armut zuletzt ins Zentrum seiner Bemühungen gestellt. Die Weltbank vergibt langfristige Kredite an Länder und soll den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ihrer wenig entwickelten Mitgliedstaaten fördern.

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