Im Irak sind bislang rund 100 japanische Soldaten im Einsatz
Zwei Explosionen bei Verteidigungsministerium in Japan

In der Nähe des japanischen Verteidigungsministeriums in Tokio haben sich am Dienstag zwei Explosionen ereignet. Der Polizei zufolge könnten diese von Gegnern des Irak-Kriegs ausgelöst worden sein, hieß es am Mittwoch.

HB TOKIO. Auf einem Tempelgelände unweit des Ministeriums seien zwei Stahlröhren gefunden worden, teilte die Polizei mit. Diese seien möglicherweise zum Abfeuern von Geschossen verwendet worden. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, bislang gebe es keine Hinweise auf Verletzte oder Schäden. Die Kontrollen seien jedoch noch nicht abgeschlossen.

Radikale japanische Linke haben in der Vergangenheit mit Hilfe selbstgebauter Stahlröhren Geschosse auf Einrichtungen der Polizei und der Regierung sowie auf US-Militärbasen abgefeuert. Im Irak sind etwa 100 japanische Soldaten im Einsatz, die Zahl soll insgesamt auf 1 000 steigen. Die radikal-islamische El-Kaida-Organisation hat einer arabischen Zeitung zufolge Anschläge in Tokio für den Fall angedroht, dass Japaner in den Irak geschickt werden.

Kritiker sehen in der Entsendung einen Verstoß gegen Japans Verfassung. Die Debatte um den Irak-Einsatz hat einer Umfrage zufolge jedoch nicht der Beliebtheit von Ministerpräsident Junichiro Koizumi geschadet. Die Zeitung „Nihon Keizai“ berichtete am Montag, Koizumis Popularität sei in diesem Jahr angestiegen.

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