Im Januar soll plangemäß im Irak gewählt werden
Bush: "Kerry hat den Kampf gegen Terror nicht verstanden"

US-Präsident George W. Bush hat seinem demokratischen Herausforderer John Kerry vorgeworfen, den Kampf gegen den Terrorismus im Grundsatz nicht verstanden zu haben.

HB MASON CITY. Kerry sehe nicht, dass der Krieg im Irak Teil dieses Kampfes sei, sagte Bush am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview an Bord der Präsidenten-Maschine Air Force One. Diese sei eine „fundamentale Fehleinschätzung“ und werde „die Welt zu einem gefährlicheren Ort machen.“ Kerry hatte dem Präsidenten vorgeworfen, die Terroristen aus dem Blick verloren und Führungsschwächen offenbart zu haben. In Umfragen trauen die Befragten Bush jedoch nach wie vor größere Fähigkeiten bei der Bekämpfung des Terrorismus zu.

"Al-Sarkaui vor Ort besiegen"

Bush verwies auf den aus Jordanien stammenden Rebellenführer Abu Mussab al-Sarkaui, der sich zu einer Reihe von Selbstmordanschlägen und Hinrichtungen im Irak bekannt hat. „Al-Sarkaui ist ein Terrorist. Wir bekämpfen Al-Sarkaui im Irak. Mein Herausforderer scheint zu glauben, dass dieser, wenn wir nicht im Irak kämpfen, zum friedliebenden Staatsbürger wird“, sagte Bush. „Al-Sarkaui würde weiter Anschläge planen, immer bereit zuzuschlagen. Er muss vor Ort besiegt werden, damit wir ihm nicht hier begegnen müssen.“

Auf einer Wahlkampfreise in den US-Bundesstaaten Iowa, Minnesota und Wisconsin zeigte sich Bush überzeugt, dass im Januar wie geplant Wahlen im Irak abgehalten werden. „Das ist mit Sicherheit die Absicht der irakischen Regierung. Ministerpräsident (Ijad) Allaui hat es mir gesagt. Es ist die Absicht unserer Botschaft dort, zu helfen, damit Wahlen stattfinden können.“

Verweis auf "sanfte Rezession"

Bush wies auch Kerrys Kritik an seiner Wirtschaftspolitik zurück. Der Senator aus dem Bundesstaat Massachusetts hatte Bush vorgeworfen, dieser werde der erste US-Präsident seit der Rezessionszeit von Präsident Herbert Hoover sein, in dessen Amtszeit Arbeitsplätze verloren gegangen seien. „Unter Herbert Hoover gab es durch Steuererhöhungen und eine protektionistische Politik zehn Jahre der Depression. Unter der Regierung von George W. Bush gab es durch Steuersenkungen und die Öffnung von Märkten eine der sanftesten Rezessionen in der amerikanischen Geschichte.“

Mit Blick auf Äußerungen seines Finanzministers John Snow, der Verlust von Arbeitsplätzen sei ein „Mythos“, sagte Bush: „Ich habe nicht mit Minister Snow gesprochen, aber allen in unserer Regierung ist klar, dass es Stellenverluste gegeben hat.“ In den vergangenen 13 Monaten seien aber auch 1,9 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen worden.

Zu seinen Aussichten für eine Wiederwahl gab sich Bush zuversichtlich. Die Wähler würden an ihm festhalten, „weil sie wissen, dass ich einen Plan habe, um den Krieg gegen den Terror zu gewinnen - einen wirklichen Plan. Und sie haben gesehen, was wir in der Wirtschaft geleistet haben. Diese Wirtschaft wird immer stärker.“

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