Im Telefonat
Obama wirft Putin Hilfe für Separatisten vor

Offenbar hat US-Präsident Obama dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat kräftig die Meinung gegeigt. Er unterstellte Putin zunehmende Hilfe für die Separatisten in der Ostukraine.
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KiewUS-Präsident Barack Obama hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine zunehmende Unterstützung der Separatisten in der Ostukraine vorgeworfen. Obama habe deswegen von „tiefen Sorgen“ gesprochen, teilte die US-Regierung am Freitag nach dem ersten Telefonat der beiden Staatsoberhäupter seit dem mutmaßlichen Abschuss einer malaysischen Passagiermaschine über der Ukraine am 17. Juli mit. „Der Präsident bekräftigte seine Präferenz für eine diplomatische Lösung der Krise in der Ukraine“, hieß es weiter von amerikanischer Seite.

Die russische Regierung teilte in Moskau mit, Putin habe Obama erklärt, die gegen sein Land von den USA und der EU beschlossenen Sanktionen seien in der gegenwärtigen Situation kontraproduktiv und weder im Interesse Russlands noch der USA. Nach dem Telefonat seien „substanzielle Differenzen“ geblieben, hieß es weiter. Beide Staatschefs hätten aber die Dringlichkeit einer „sofortigen und haltbaren Feuerpause“ unterstrichen.

Weiter hieß es in Moskau, auch der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow hätten in einem Telefonat die Bedeutung von Maßnahmen für einen Stopp der Kämpfe betont.

Die US-Regierung erklärte, beide Politiker seien übereingekommen, gesprächsbereit zu bleiben. Der Westen wirft Russland vor, die Versorgung der Separatisten über die gemeinsame Grenze mit der Ukraine zuzulassen. Zudem halten die USA und die EU Russland vor, die von ihnen unterstützten Separatisten hätten das Flugzeug abgeschossen. Russland wirft dagegen dem ukrainischen Militär vor, für den Absturz der Boeing 777 mit 289 Menschen an Bord verantwortlich zu sein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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