In Afghanistan
„Mutter aller Bomben“ tötet 94 Menschen

Ein Video im Internet zeigt die Detonation der „Mutter aller Bomben“ in Afghanistan, dem größten konventionellen Sprengkörper der USA. Lokalen Behörden zufolge traf sie viele IS-Kämpfer.
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WashingtonMit dem Abwurf einer riesigen Bombe in Afghanistan hat die US-Luftwaffe nach Angaben lokaler Behörden mindestens 94 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat getötet. Darunter seien vier Kommandeure der sunnitischen Extremisten gewesen, wie die Regionalregierung der Provinz Nangarhar am Samstag mitteilte. Die Region gilt als Geburtsstätte des IS in Afghanistan.

Zuvor hatte die Regierung in Kabul berichtet, dass bei dem Angriff eine wichtige IS-Kommandozentrale völlig zerstört worden sei; die Bombe habe einen 300 Meter langen Tunnel vernichtet. Zunächst war von 36 getöteten Islamisten die Rede gewesen.

Mit fast 8.200 Kilogramm Sprengstoff ist die 2003 erstmals getestete „Superbombe“ der größte konventionelle Sprengkörper der US-Streitkräfte. Die nun in Afghanistan eingesetzte Bombe GBU-43 – auch bekannt als MOAB (Massive Ordnance Air Blast) – übertrifft in ihrer verheerenden Wirkung bei weitem die BLU-82 „Daisy Cutter“ („Gänseblümchenschneider“), die eine Sprengkraft von etwa 5700 Kilogramm hat.

Im Internet kann man in einer Luftaufnahme sehen, wie die US-Kräfte die Bombe auf dem Stützpunkt in Afghanistan detoniert.

Außerdem existieren archivierte Videoaufnahmen von einem Test, die die Wirkung der „MOAB“ zeigen.

Ein US-Kampfflugzeug hatte die Bombe über dem Distrikt Achin der Provinz Nangarhar abgeworfen. Die Region gilt als Geburtsstätte des Islamischen Staats in Afghanistan. US-Präsident Donald Trump sagte: „Wir sind sehr stolz auf unser Militär. Es war ein weiterer Erfolg.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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