In den Niederlanden wird weiter gerundet
Ein- und Zwei-Cent-Münzen bleiben erhalten

Die Finanzminister der Euro-Zone haben am späten Montagabend in Brüssel entscheiden, dass die Ein- und Zwei-Cent-Münzen im ganzen Euro-Raum erhalten bleiben. Alle zwölf Länder sollten weiterhin sämtliche Münzen der Währung in Umlauf bringen.

HB BRÜSSEL/FRANKFURT/MAIN. „Alle acht Stückelungen bleiben gesetzliche Zahlungsmittel“, sagte der Vorsitzende der Finanzminister des Euro-Raums, der Niederländer Gerrit Zalm. Die Absicht einiger Länder - darunter Belgien - die Produktion der kleinen Münzen ganz einzustellen, ist damit vom Tisch.

Allerdings können einzelne Länder weiterhin über die Praxis auf fünf Cent und zehn Cent gerundeter Preise den Umlauf der kleinen Münzen drastisch verringern. In den Niederlanden wird seit dem Herbst zunehmend gerundet. In Finnland ist dies bereits seit Einführung des Euro-Bargelds üblich. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) wurden in Finnland zur Bargeld-Einführung nur jeweils zwei Mill. Münzen zu einem und zwei Cent, aber 361 Mill. zu fünf Cent geprägt.

Zum Vergleich: In Deutschland, dem Land der „Pfennigfuchser“, waren es 3,7 Mrd. Ein-Cent-, 1,8 Mrd. Zwei-Cent- und 2,3 Mrd. Fünf-Cent-Münzen. Weitere sollen wegen Kleingeldmangels in den Geschäften nachgeprägt werden. Die kleinen Münzen sind umstritten, weil ihre Herstellung vor allem angesichts steigender Rohstoffpreise teurer ist als ihr Nennwert. Die Bundesregierung hatte sich stets gegen eine Rundungsregelung ausgesprochen.

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