In Deutschland keine konkreten Hinweise auf Anschläge
USA befürchten neue Flugzeug-Anschläge

Der US-Regierung hat wegen befürchteter Terroranschläge die allgemeine Reisewarnung an amerikanische Staatsbürger ausgeweitet. Nur wenig später kam es am Mittwoch in Tokio zu einer Notlandung einer American Airlines-Maschine, nachdem ein Klappmessers an Bord entdeckt worden war.

HB/dpa/rtr WASHINGTON/BERLIN. In der vom Außenministerium in Washington am Dienstagabend verbreiteten Neufassung der Reisehinweise wurde explizit neben den Warnungen vor Selbstmord- und Bombenanschlägen sowie allgemein vor Entführungen nun auch Flugzeugentführungen aufgenommen. Hintergrund der neuerlichen Verschärfung der Warnhinweise sind laut dem US-Nachrichtensender CNN Berichte der US-Sicherheitsdienste, denen zufolge neue Anschläge der Terrororganisation El Kaida mit entführten Flugzeugen noch in diesem Jahr drohten.

Es gebe glaubwürdige Hinweise auf geplante Anschläge im Osten der USA aber auch in anderen Ländern wie Italien oder Australien, so CNN. Nach Informationen der „Washington Post“ beruhen die Informationen auf Verhören mehrerer hochrangiger Gefangener der Terrororganisation El Kaida.

Als eine Möglichkeit, die verschärften Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen zu umgehen, sei der Einsatz von harmlos aussehenden Gebrauchsgütern. So könnten Kameras zu Waffen umgebaut werden, berichtete CNN. Die Passagiere sollten in dem Fall eines Anschlags bis zum Schluss in dem Glauben gelassen werden, dass es sich um eine normale Flugzeugentführung handle. Bei den Anschlägen vom 11. September hatten die Passagiere einer Maschine versucht, die Entführer zu überwältigen, nachdem sie erkannten, was die Hijacker vorhatten.

Das Heimatschutzministerium rief die Flughäfen und die Flugaufsichtsbehörde zu besonderer Vorsicht auf. Die „Washington Post“ zitierte den Sprecher des Heimatschutz- Ministeriums, Gordon Johndroe, die US-Geheimdienste hätten Hinweise auf „das anhaltende Interesse El Kaidas“ erhalten, „hier in den USA und in Übersee die kommerzielle Luftfahrt für ihre Zwecke zu benutzen“. Untersuchungen über die Glaubwürdigkeit der Hinweise dauerten an.

In Deutschland gibt es nach Angaben des Innenministeriums keine konkreten Hinweise auf Anschläge. Eine Sprecherin sagte am Mittwoch in Berlin, die Behörden seien weiter sehr wachsam. Jedem Hinweis werde in internationaler Abstimmung nachgegangen.

Nur kurze Zeit nach der Veröffentlichung der verschärften Reisehinweise durch das US-Außenministerium kam es in Tokio zu einer Notlandung einer American-Airlines-Maschine. Der Kapitän des Fluges 167 habe die Notlandung erbeten, weil ein Schnappmesser mit einer fünf Zentimeter langen Klinge in einem Raum für Besatzungsmitglieder in der Nähe des Cockpits entdeckt worden sei, sagte ein Polizeisprecher. Bei der Notlandung der Maschine, die sich auf dem Weg von New York nach Tokio befand, sei niemand verletzt worden.

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