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In Dresden war Wladimir Putin einst KGB-Agent

Wladimir Putin hat zu DDR-Zeiten knapp fünf Jahre seines Lebens in Dresden verbracht. Über diese Zeit von 1985 bis 1990 ist nur wenig bekannt. Putin arbeitete damals für den sowjetischen Geheimdienst KGB - eine gewisse Zurückhaltung war ihm quasi von Berufs wegen auferlegt.

HB DRESDEN. Deutsche, die mit ihm privaten Kontakt hatten, beschreiben ihn als zurückhaltend und höflich. Am Wochenende sei er gern mit der Familie in die Sächsische Schweiz zum Wandern gefahren. Angeblich hat er damals ein Gehalt von 1800 DDR-Mark und 100 Dollar Zulage pro Monat erhalten - für realsozialistische Verhältnisse ein stattliches Salär.

Putin lebte mit Frau und zwei Töchtern in einem Plattenbau im Norden der Stadt. Seine Dienststelle lag nicht weit von der Drei- Zimmer-Wohnung entfernt. Dem Vernehmen nach soll er Agenten für eine Tätigkeit im Westen angeleitet haben. 1990 soll er erfolglos versucht haben, einstige Stasi-Leute für den KGB zu werben.

Übereinstimmend berichten Zeugen, dass Putin zur Wende im Herbst 1989 vor der KGB- Zentrale eine wütende Menge von Demonstranten von der Erstürmung des Geländes abhielt. Anfang 1990 ging er mit seiner Familie zurück in seine Heimat.

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