Indio-Proteste
Ecuador ruft Notstand aus

Wegen der anhaltenden Proteste tausender Indios hat Ecuadors Präsident Alfredo Palacio in fünf Provinzen den Notstand ausgerufen. Die Indios sehen sich durch eine Vereinbarung mit den USA bedroht.

HB QUITO. Alle Möglichkeiten des Dialogs seien ergebnislos geblieben, sagte Innenminister Felipe Vega. In den vergangenen Tagen haben Indio-Bauern mit Straßenblockaden ihrer Forderung an die Regierung Nachdruck verliehen, die Freihandelsgespräche mit den USA abzubrechen. Sie sehen ihre Existenz und ihre Kultur durch die angestrebte Vereinbarung gefährdet.

Das Notstandsrecht sieht ein Versammlungsverbot und Ausgangsperren vor. Palacio hat bereits angekündigt, die Gespräche weiterzuführen. Für Donnerstag ist ein erneutes Treffen mit US-Vertretern in Washington geplant.

Ecuadors Nachbarn Kolumbien und Peru haben bereits Handelsvereinbarungen mit den USA geschlossen. Die Indio-Bauern haben gedroht, ihre seit neun Tagen dauernden Proteste in die Hauptstadt Quito zu tragen. Sie stellen schätzungsweise bis zu 30 Prozent der 13 Millionen Einwohner Ecuadors.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%