Indonesien: IS bekennt sich zu Anschlag in Jakarta

Indonesien
IS bekennt sich zu Anschlag in Jakarta

Mehrere Explosionen und Gewehrfeuer: In Jakarta sind mindestens sechs Menschen bei einem Anschlag getötet worden. Eine Bombe soll in einem Starbucks-Café gezündet worden sein. Der IS bekennt sich zu dem Angriff.

JakartaEine Serie von Explosionen hat in der indonesischen Hauptstadt Jakarta Angst und Schrecken verbreitet. Bei dem Terroranschlag sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Vier Attentäter seien unter den Toten, sagte der Sprecher der Stadtverwaltung, Mohammad Iqbal

Präsident Joko Widodo rief zur Ruhe auf. „Wir werden uns nicht von diesen Terroranschlägen in die Knie zwingen lassen“, sagte er im Fernsehen. Angreifer sollen unter anderem eine Granate auf einen Polizeiposten geschleudert haben.

Die Terrormilz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Anschlag bekannt. Kämpfer des IS hätten am Donnerstagmorgen ausländische Bürger und Sicherheitskräfte angegriffen, meldete die als Sprachrohr der Extremisten geltenden Nachrichtenagentur Al-Amak im Internet. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Schwer bewaffnete Polizisten und Anti-Terroreinheiten waren im Einsatz, wie in Live-Sendungen des Fernsehens zu sehen war. Nach unbestätigten Berichten sollen Bewaffnete in das Einkaufszentrum Sarinah geflüchtet sein. Die Umgebung wurde weiträumig abgesperrt. Massive Gebäudeschäden waren auf den Fernsehbildern nicht zu sehen.

Es sei nach den Explosionen zu einer Schießerei mit der Polizei gekommen, sagte Ruly Koestaman, der in der Nähe arbeitet. „Ich habe erst die Explosionen gehört, dann die Schüsse. Wir haben drei Tote gesehen und zwei Schwerverletzte. Sie sahen aus wie Ausländer.“

Jeremy Douglas, der Regionalvertreter des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) war nach eigenen Worten im UN-Büro gegenüber des Einkaufszentrums, als sich die Explosionen ereigneten. „Wir sitzen hier im zehnten Stock fest“, berichtete er dem Fernsehsender BBC. „Wir sehen auf der Straße jede Menge Sondereinheiten. Uns hat man gesagt, im Einkaufszentrum hätten sich Terroristen verschanzt.“

Ein Sprengsatz soll nach Medienberichten in einem kleinen Polizeiposten auf dem Mittelstreifen der vielbefahrenen mehrspurigen Straße vor dem Gebäude explodiert sein. Das Gebäude war im Fernsehen zu sehen. Die Wände waren nicht eingestürzt. Eine weitere Detonation soll direkt vor oder in einem Café passiert sein.

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