Industriepark
Nord- und Südkorea öffnen Kaesong wieder

Vor fünf Monaten hat Nordkorea im Zuge politischer Spannungen seine Arbeiter aus der südkoreanischen Sonderwirtschaftszone Kaesong abgezogen. Nun öffnet diese wieder ihre Tore - und eine Devisenquelle für Nordkorea.
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SeoulNord- und Südkorea haben sich nach Angaben aus Seoul darauf geeinigt, die Sonderwirtschaftszone Kaesong kommende Woche wiederzueröffnen. Der seit rund fünf Monaten still stehende Industriepark solle ab Montag wieder in Betrieb genommen werden, teilte das Ministerium für Wiedervereinigung in Seoul am Mittwoch nach stundenlangen Verhandlungen mit.

Süd- und Nordkorea hatten Mitte August ein Grundsatzabkommen zu der Sonderwirtschaftszone auf nordkoreanischem Gebiet geschlossen. Sie verpflichteten sich darin, schnellstmöglich für die Rückkehr zum normalen Betrieb zu sorgen und Kaesong nicht noch einmal zum Opfer politischer Spannungen werden zu lassen.

Nordkorea hatte im April wegen eines Militärmanövers Südkoreas und der USA seine 53.000 Arbeiter aus Kaesong abgezogen und die Produktion zum Erliegen gebracht. Der Komplex wurde daraufhin geschlossen.

Kaesong ist eine wichtige Devisenquelle für Pjöngjang. Über die Bezahlung der nordkoreanischen Arbeiter, die dort Textilien, Schuhe, Haushaltswaren und weitere Konsumgüter herstellen, schweigt sich deren Regierung aus. Südkoreanischen Medienberichten zufolge reichen die mehr als 100 Arbeitgeber den Lohn der Gastarbeiter direkt an die nordkoreanische Regierung weiter – und diese ziehe kräftig Sozialbeiträge ab, ehe sie den Rest in der nordkoreanischen Landeswährung Won auszahle.

Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge bringt der Industriepark der nordkoreanischen Regierung über Steuern und Lizenzeinnahmen rund 100 Millionen Dollar ein.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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