Informationen heruntergespielt
CIA verschwieg Beendigung der Waffenprogramme

Der US-Geheimdienst CIA soll nach einem Bericht der „New York Times“ Informationen über die Beendigung der irakischen Massenvernichtungsprogramme zurückgehalten haben.

HB WASHINGTON. Die CIA habe weder US-Präsident George W. Bush noch andere führende Politiker informiert, schreibt das Blatt am Dienstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsbeamte.

Danach soll der Geheimdienstausschuss des US-Senats aufgedeckt haben, dass CIA-Mitarbeiter seit 2000 - und damit lange vor dem Beginn des Krieges im März vergangenen Jahres - Angehörige von irakischen Wissenschaftlern befragt haben. Erklärungen der Iraker, wonach diese Programme beendet seien und dass es keine Arbeiten an verbotenen Waffen mehr gebe, seien nicht in Berichte des Geheimdienstes für die Regierung aufgenommen worden. Stattdessen hätten CIA-Experten an ihrer Einschätzung festgehalten, dass der Irak unter Saddam Hussein weiter unkonventionelle Waffen herstelle.

Nach Angaben des Blattes haben Mitarbeiter der CIA die Bedeutung der Informationen mit der Begründung heruntergespielt, dass nur eine Hand voll der befragten Angehörigen von einem Ende der Programme gesprochen habe.

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