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Informationsaustauch mit EU: Liechtenstein lässt locker

exklusivNicht nur Luxemburg und Österreich zeigen sich verhandlungsbereit über einen verbesserten Informationsaustausch im Kampf gegen Steuerbetrug. Auch Liechtenstein will sich Gesprächen mit der EU nicht verweigern.

Blick entlang eines Bankgebäudes auf das Schloss in Vaduz, der Hauptstadt Liechtensteins. Quelle: ap
Blick entlang eines Bankgebäudes auf das Schloss in Vaduz, der Hauptstadt Liechtensteins. Quelle: ap

ZürichIm Kampf gegen Steuerhinterziehung ist das Fürstentum Liechtenstein bereit, unter bestimmten Bedingungen den automatischen Informationsaustausch mit der EU zu vereinbaren. „Als Kleinstaat wäre es unrealistisch zu sagen, dass wir uns grundsätzlich Gesprächen mit der EU über einen erweiterten Informationsaustausch verweigern wollen“, sagte der neue Regierungschef Adrian Hasler dem Handelsblatt (Montagausgabe). „Wir sind gesprächsbereit.“

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Nach Luxemburg und Österreich ist damit auch das Fürstentum bereit, sich in der Frage des automatischen Informationsaustauschs zu bewegen. Hasler nennt allerdings Bedingungen: „Eine aus unserer Sicht wichtige Frage ist, wie unseren Kunden eine Brücke in die Steuerehrlichkeit gebaut werden kann.“ Liechtenstein verlangt damit, dass es für Kunden mit bis dato unversteuerten Geldern eine Lösung zur Bereinigung ihrer Situation geben soll.

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Als Alternative zur in Deutschland politisch umstrittenen Abgeltungsteuer verweist Hasler auf das erfolgreiche Offenlegungsprogramm, das Liechtenstein mit Großbritannien vereinbart hat. Dieses sieht vor, dass Kunden sich gegenüber dem Fiskus erklären und die Gelder zu einem vergünstigten Tarif nachversteuern, ohne eine Strafe fürchten zu müssen. „Wir wären sehr dafür, dieses Modell in ganz Europa einzuführen“, sagte Hasler. Ferner verlangt er, dass die EU Liechtensteiner Stiftungen steuerlich anerkennt.

  • 12.05.2013, 19:04 UhrDer-Ehrliche-ist-der-Dumme

    Zitat aus dem Artikel:

    "Hasler nennt allerdings Bedingungen: „Eine aus unserer Sicht wichtige Frage ist, wie unseren Kunden eine Brücke in die Steuerehrlichkeit gebaut werden kann.“"


    Der Weg kann zur Zeit nur die Selbstanzeige sein! Dies ist die einzige und halbwegs faire Abwicklung der Steuerstraftaten. Steuerhinterziehern in Liechtenstein sollte dafür nur eine kurze Frist eingeräumt werden, z.B. 12 Monate. Ab dann sollte mit aller Härte juristisch gegen Steuerhinterzieher vorgegangen werden. Dazu bedarf es der dringenden Verschärfung der heutigen Gesetze.

    Kuhhandel zugunsten von Steuerhinterziehern muss die Bundesregierung ablehnen. Sie will sich doch weiter nicht zum Handlanger von Straftätern machen. Große Fische, wie Zumwinkel oder Hoeneß sollten dem Fiskus auch weiterhin ins Netz gehen. Vielleicht bleibt auch mal ein Politiker hängen. Da darf es keine strafbefreiende Selbstanzeigen als Dauerfreibrief geben!

  • 12.05.2013, 21:34 UhrMazi

    Jetzt scheint sich etwas an der Steuerfront zu tun.

    Es sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass Zahlungen ohne Gegenleistung nicht minder anrüchig als Steuerhinterziehung sind. Deshalb sollten auch Politiker schleunigst gezwungen werden offenzulegen, von wem sie welche Zahlungen erhalten haben, ohne dafür Gegenleistungen zu erbringen. Eine Freigrenze ist inakzeptabel.

    Der Kanzlerkandidat Steinbrück möge dazu erklären welche Gelder er von der staatlichen Bank WestLB erhalten hat und was er als Gegenleistung dafür erbracht hat.

    Es kann nicht sein, dass für den einen (den Steuerhinterzieher), der den Staat aufgrund nicht gezahlter Steuern mit Gefängnis bestraft wird, während der andere, der ebenfalls sich an der Staatskasse bedient hat, mangels Straftatbestand als Kanzlerkandidat sich präsentieren darf.

    Jeder, der etwas Gerechtigkeitsgefühl im Bauch hat, muss merken, dass da etwas gewaltig aus dem Ruder läuft.

  • 12.05.2013, 22:58 UhrQuerschlaeger

    von der Sicht der Politiker liegt die steuerliche Verantwortung NUR beim Steuerzahler.
    Die Politiker verzocken milliarden und stehen sich riesige Pensionen und Verguetungen zu. Dem Steuerzahler werden durch immer mehr diktatorische Massnahmen die Daumenschrauben angesetzt. Die Politiker haben Angst dass das System kippt.
    Wie Schaeuble vor nicht all zu langer Zeit sagte: "Mit dem Euro stirbt ein System."
    .
    Dann gelten keine politischen Wahrheiten mehr! Der gesamte Bundestag muss sich dann im Ausland absetzen und eine neue Identitaet erwerben!

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