Infrastruktur
Energienetze werden zum schwachen Punkt

Der Ausbau der Energieinfrastruktur wird sich zur Achillesferse bei der Verwirklichung der von EU-Energiekommissar Günther Oettinger vorgestellten Ziele entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt das Centrum für Europäische Politik (CEP) in einer dem Handelsblatt vorliegenden Studie.
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HB DÜSSELDORF. Damit keine Anreize zum „Trittbrettfahren“ entstehen, sollten die Kosten für den Netzausbau nach Auffassung der Autoren der Studie, Götz Reichert und Jan Voßwinkel, grundsätzlich von den Nutzern getragen werden, die durch eine höhere Versorgungssicherheit oder geringere Energiepreise profitierten.

Oettinger hatte in dieser Woche sein Strategiepapier „Energie 2020“ vorgelegt. Darin heißt es, um veraltete Produktionskapazitäten zu ersetzen, die Infrastruktur zu modernisieren und die Nachfrage nach CO2-freier Energie zu befriedigen, seien bis 2020 Investitionen von einer Billion Euro erforderlich. Diese Investitionen müssten im Wesentlichen von den privaten Energieunternehmen aufgebracht werden.

In der CEP-Studie heißt es, für den bereits beschlossenen Ausbau erneuerbarer Energien müsse so schnell wie möglich die nötige Transportinfrastruktur errichtet werden. Derzeit halte der Ausbau mit dem wachsenden Anteil der Erneuerbaren nicht Schritt. Zugleich geißeln die Autoren den starken Ausbau der Photovoltaik in Deutschland als „gigantische Verschwendung“.

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