Inhaftierte Krankenschwestern
Sarkozy-Gattin Cécilia antichambriert bei Gaddafi

Cécilia Sarkozy, die Gattin des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, versucht sich abermals als Vermittlerin im Poker um die inhaftierten bulgarischen Krankenschwestern in Libyen. Diesmal reiste die Sarkozy-Ehefrau sogar in offizieller Begleitung nach Tripolis.

HB BRÜSSEL. Die EU-Kommission teilte am Montag mit, Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner sei zusammen mit Cécilia Sarkozy nach Libyen gereist, um die Freilassung der Krankenschwestern und des palästinensischen Arztes zu erreichen. Nach Informationen des französischen Nachrichtenmagazins „Le Point“ hat Sarkozy mit dem libyschen Staatschef Muammar el Gaddafi über die Freilassung der Inhaftierten gesprochen.

Der Reise waren den Angaben zufolge mehrere Kontakte zwischen Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Nicolas Sarkozy vorangegangen. „Die Europäische Kommission hofft, dass diese schmerzliche und seit langem andauernde Situation in einem humanitären Geist gelöst werden kann“, heißt es in der Mitteilung der Brüsseler Behörde abschließend. Eine erste Tripolis-Reise von Cécilia Sarkozy hatte zu Verärgerung in der EU geführt, die sich seit langem um die Freilassung der Krankenschwestern bemüht.

Den Inhaftierten war vorgeworfen worden, 400 libysche Kinder in einer Klinik vorsätzlich mit Aids-Viren infiziert zu haben. Dafür wurden die medizinischen Fachkräfte zunächst zum Tode verurteilt. Kürzlich wurden die Todesstrafen in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Außerdem erhielten die Opfer eine Millionen-Entschädigung.

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