Innenminister verletzt
20 Tote bei Anschlag in Pakistan

Bei einem Bombenanschlag im Nordwesten Pakistans sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Rund 50 weitere wurden verletzt, darunter auch der Innenminister des Landes, Aftab Sherpao, und sein Sohn.

HB ISLAMABAD. Nach Medienberichten zündete ein Selbstmordattentäter bei einer politischen Kundgebung in dem Ort Char Sadda einen Sprengsatz. Viele der Verletzten befanden sich den Angaben zufolge in kritischem Zustand. Wie der Polizeichef der nordwestlichen Provinz, Sharif Virk, dem privaten Nachrichtensender Geo News sagte, hatte der Minister auf der Veranstaltung einer regierungsfreundlichen Splitterpartei gerade eine Rede beendet, als der Attentäter in der Menschenmenge vor dem Podium die Bombe zündete. Sherpao wurde mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus nach Peshawar gebracht.

Unter den Verletzten waren auch Mitglieder der Provinzregierung und des Parlaments. Informationen über das Motiv des Täters lagen zunächst nicht vor. Nach Angaben der Polizei wurde der Kopf des Mannes später gefunden. Anhand seines Aussehens könnte es sich um einen Afghanen handeln, sagte Polizeichef Virk. In der an Afghanistan grenzenden Region kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Anschlägen militanter Gruppen.

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