Innenpolitisch unter Druck
USA und Briten erwägen neue Irak-Resolution

Die USA und Großbritannien wollen Diplomatenkreisen zufolge in der kommenden Woche die Möglichkeit einer neuen Irak-Resolution erörtern.

Reuters NEW YORK. Wie am Mittwoch aus Kreisen des Sicherheitsrates in New York verlautete, soll die Resolution andere Staaten ermutigen, Truppen, Polizeiausbilder und Geld für den Wiederaufbau des Landes beizusteuern. „Es könnten auch gut die ersten Worte auf Papier gebracht werden“, sagte ein Diplomat. Ein anderer sagte, es gebe Druck, eine Resolution bis zur Generalversammlung Mitte September im Rat durchzubringen.

Die US- und britische Regierung stehen innenpolitisch unter Druck, andere Staaten zur einer Beteiligung an dem Wiederaufbau zu bewegen. Gegenwärtig sind etwa 150 000 US-Soldaten und 21 000 Soldaten anderer Länder - davon 11 000 britische - dort stationiert. Während unter anderem das US-Verteidigungsministerium es ablehnt, die Befehlsgewalt im Irak mit anderen Staaten zu teilen, verlangt insbesondere Frankreich eine stärkere Rolle der Vereinten Nationen (UNO). Frankreich hatte wie auch Deutschland den US-geführten Einmarsch scharf kritisiert.

Nach dem Anschlag auf das irakische Hauptquartier der UNO in Bagdad in der vergangenen Woche hatte der US-Verwalter für den Irak, Paul Bremer, bei vielen Mitgliedern der Organisation für Verstimmung gesorgt. „Was genau wird vor Ort passieren, wenn die UNO den Wiederaufbau übernimmt, was alles um so viel besser machen soll?“ fragte er in einem Zeitungsinterview. „Wie wird dadurch die Lage vor Ort besser?“

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