Innenstaatssekretär Zahl der Asylbewerber für Schröder „absurd“

Binnen weniger Monate haben sich die Asylersuche aus Balkanstaaten vervielfacht. Damit muss Schluss sein, findet der Staatssekretär des Innenministeriums. Schließlich gebe es Menschen, die die Hilfe wirklich brauchen.
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Der Staatssekretär des Innenministeriums, Ole Schröder (CDU). Quelle: dapd

Der Staatssekretär des Innenministeriums, Ole Schröder (CDU).

(Foto: dapd)

LuxemburgAngesichts der hohen Asylbewerberzahlen aus Serbien und Mazedonien hat der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder (CDU), die EU zum Handeln aufgefordert. „Es ist einfach nicht akzeptabel, dass wir mittlerweile doppelt so viele Asylbewerber aus Serbien haben im Vergleich zu Menschen aus Afghanistan“, sagte Schröder am Donnerstag vor Beratungen der EU-Innenminister in Luxemburg. „Das zeigt schon die absurde Situation, die wir haben und das vor dem Hintergrund, dass Serbien ein Beitrittskandidat für die EU ist.“

Die Zahl der Asylbewerber aus den beiden Balkanländern war zuletzt deutlich gestiegen. Laut Bundesinnenministerium verzeichneten die Behörden im September 1395 Asylbewerber aus Serbien - deutlich mehr als in den Vormonaten: Im August wurden 496, im Juli 324 serbische Asylsuchende registriert. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Asylbewerbern aus Mazedonien: Ihre Zahl stieg von 215 im Juli über 620 im August auf 1040 im September. Serben und Mazedonier haben in Deutschland praktisch keine Chance auf Anerkennung als Asylberechtigte.

Die Bundesregierung fordert daher eine Wiedereinführung der Visumspflicht für Serben und Mazedonier. „Diese Menschen werden in ihren Herkunftsländern nicht verfolgt“, sagte Schröder mit Blick auf Serbien und Mazedonien. Es sei deshalb klar, dass diejenigen, die in Deutschland Asyl wollten und kein Recht auf Asyl hätten, „schnellstmöglich in ihr Heimatland zurückgebracht“ werden müssten. Die meisten der Bewerber aus Serbien und Mazedonien sind EU-Diplomaten zufolge Roma.

Die Bundesregierung fordere, Serbien und Mazedonien als sicheres Herkunftsland zu definieren, sagte Schröder. „Denn wir brauchen die Asylkapazitäten für die Menschen, die wirklich unsere humanitäre Hilfe brauchen.“ Er denke da besonders an Menschen aus Syrien und Afghanistan, die vor den Konflikten in ihren Heimatländern auf der Flucht sind.

„Wir müssen den Missbrauch auch dadurch bekämpfen, dass wir besser aufklären, dass das Recht auf Asyl nicht dazu da ist, um in Deutschland beispielsweise zu arbeiten und die wirtschaftliche Situation zu verbessern“, sagte der CDU-Politiker. Schröder forderte zudem Strafen für Schleuser, die den Transport von Serben und Mazedoniern nach Deutschland organisieren, damit diese nach ihrer Ankunft einen Asylantrag stellen können.

  • afp
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11 Kommentare zu "Innenstaatssekretär: Schröder nennt Asylbewerberzahl vom Balkan „absurd“"

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  • Die Serbenmafia versucht doch nur ihre Markposition in Deutschland weiter auszubauen! Komisch das alle männlich und jung sind, die da angeblich verfolgt werden. Damit würde sich Serbien seiner eigenen humanen Resourcen entledigen!

  • Schon richtig. Aber diese Menschen sind nicht überall gleichmäßig verteilt. Anscheinend gibt es hierbei spezielle Konzentrationen, die dann doch sehr auffällig sind. Und seit wann entscheiden Sie, was relevant ist und was nicht. Allerhöchstens für sich selbst.

  • Zigeuner sind auch in Afrika Zigeuner..!Man soll das Kind schon beim Namen nennen, wenn es Probleme erzeugt ! Abert unsere Politiker nennen sie nur beim Namen, wenn sie ihnen Denkmäler vor dem Kanzleramt setzen ! Welche Heuchelei.!

  • Solange es Menschen gibt, wird es schlechte Menschen bei jeder Nationalität, jeder Ethnie und jedem Geschlecht geben. Ihr Kommentar ist also vollkommen irrelevant.

  • Das Problem des Asyls von Roma und Sinti aus Serbien und Mazedonien oder Rumänien, Bulgarien etc. hat man nicht nur in D. Das gibt es grosschaliger, nämlich überall wo man durch das Stellen eines Asylantrages an Geld kommen kann.
    ZB. gibt es zwei grosse Lager bei Charleroi und Lüttich.
    In regelmässigen Abständen werden dort Razzien gemacht von der Polizei, um so einen Teil des Diebesgutes zurückzuholen wie zB. Schmuck. Charleroi und Lüttich sind nicht so weit von Brüssel entfernt. Irgendwann wird es auch die Leute von der EU treffen, da alle Sicherheitsvorkehrungen der Welt nichts helfen, wie Fachleute versichern. Wenn jemand wirklich einbrechen will, dann tut man das. Die Einbrüche geschehen ja auch mit zunehmender Dreistigkeit und Gewalt.

  • Können sich hier mal ein paar Beamte outen bzw. äüßern, die zum Thema was potenzielles und fundiertes sagen können mit ihren Erfahrungen darüber. Oder dürfen die auch schon nicht sich mit dem Volk unterhalten oder werden editiert.

    Die Erfahrungen und Meinungen wären für die Skeptiker unter uns ganz hilfreich.
    Leider werden in den einschlägigen Sendungen im TV keine Beamten eingeladen , die frei reden können und dürfen, wenn sie wollten.
    Das geht nicht meine Damen und Herrn. So ist es in Deutschland. Von wegen freies Land u. Meinungsäußerung.
    Da sind wir noch um Lichtjahre entfernt, leider.
    Und wenn diskutiert wird, aufgeregt und am besten durcheinander und dem anderen ins Wort fallen. So sind die Shows.
    Live, Reality gibt's in der City und zwar fast in jeder größeren. Aber das interessiert nicht, wenn der deutsche Michel TV guckt und das auch alles glaubt.
    Die Kripo und sonstigen Schutzpolizisten dürften garantiert was sagen können, welchen Eindruck sie in den letzten Jahren gesammmelt haben.
    Die Kriminalstatistik dürfte nur ein Teil davo sein.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Pflegenotstand, demographische Fehlentwicklung. Wir sind angewiesen auf Zuwanderung. Deutschlands reduziert sich auf unter 70 Mio. Einwohnern in den nä. Jahrzehnten.
    Und dafür brauchen wir Zuwanderung. In erster Linie aus der Türkei einem EU-Nichtmitgliedstaat. Die meisten werden nicht vom Bosporos zu uns kommen. Wennn ich sage aus Erzurum u. Umgebung dürften die meisten Leser das auf Anhieb auf der Landkarte nicht finden. Ich denke, dass da viele Verantworliche aus der Poltik auch ihre Schwierigekeiten haben dürften. Na ja, die sind nicht mehr in der Realität. Weder in Berlin am Alexanderplatz, noch in München, Frankfurt, Stuttgart, Ruhrpott usw. dürfte die auf der Straße sein, noch lassen sie ihre Kinder dort in einschlägigen "Ghettos" und polizeibekannten Straßenzügen freien Lauf. Warum auch. Sie gehören zur privilegierten Gesellschaft. Da geht man auf Privatschulen usw. und wohnt auch in den Villengegenden. Geld hat man. Und in der Freizeit geht man in die Privatclubs die streng nach Augenschein von Türstehern kontrolliert werden.
    Wen die da wohl nicht reinlassen wollen?
    Also, wo ist hier das Problem? Das liegt woanders, zum Glück für die Reichen und Schönen dieser Erde.
    Willkommen in Deutschelaande!
    In Deutschland spricht man nicht vom Problem der Übervölkerung. Nur von demographischer Fehlentwicklung. Also genau dem Gegenteil. Welch ein Trugschluß wird das sein mit welchen fatalen Fehlentscheidungen und Entwicklungen. Als hätten wir nicht genug Menschen die es nicht schaffen und die nächsten Jahre hier nicht schaffen können. Auch zum Teil ihrer Herkunft wegen. Mangelnde Bildung, mangelnde Sprache,mangelnde Gleichheitschancen (oder snd die im Club?) und mangeldnen Willens u.v.m. tun den Rest diese Menschen nicht in ein Hochtechnologieland integrieren zu können. Hier ballern nicht nur Arm und Reich aufeinander. Die Weltanschaung, das religiöse Empfinden u. die Darstellung nach außen bis hin.... trennen unsere Kinder auch von d. Privilegierten.

  • Na ja, dass dieses gewisse Problem besteht, lese ich seit Monaten.
    Mann, Mann...
    Worauf wartet man denn noch?
    Bei der EU hat man einen Antrag auf Aussetzung der Visafreiheit gestellt, über den in zwei Jahren gnädigerweise entschieden wird?
    (...)Das Ziel ist doch erreicht, jetzt könnte man mal eine Pause einlegen
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Karstenberwanger wird im HB editiert. Nicht schlimm. Er sagt nur was viele denken. Leider ist ein Teil richtig. Viele deutsche Bürger haben mit diversen migrierten "brutale" -meine ich wörtlich- schlechte Erfahrungen gesammelt. Viele stehen nicht dazu und haben berechtigte Angst.
    Fragt diejenigen die es betrifft. Geschädigte, Opfer, Polizisten vor Ort usw.
    Die realität ist anders als uns manchmal lieb ist. Zum, Glück sind nur die wenigsten Menschen begtroffen, wenn sie Opfer werden. Die Hemmschwelle dieser migrierten Menschen ist in der Regel deutlich niedriger als bei uns. Wer es nicht glaubt, hat noch keine Erfahrungen gesammelt. Gut für ihn/sie. ich denke, dass ich weiß wovon ich rede. Ich lebe nicht im Elefenbeinturm in Berlin.
    D.h. für mich aber auch, das zum Glück in Deutschland alle in Frieden und Freiheit leben können. Die wenigsten Menschen werden hier schlechte Erfahrungen machen müssen. Und das ist gut so. Die anderen kommen kurz in den Nachrichten und gut ist's.

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