Ins Stocken geratene Gespräche wieder aufnehmen
Türkei und Syrien wollen über Euphrat-Wasser sprechen

Die Türkei und Syrien haben anlässlich eines Besuchs des syrischen Ministerpräsidenten Mohammed Mustafa Miro in Ankara ihren Willen zu einer Wiederannäherung bekräftigt.

HB/dpa ANKARA. Ankara und Damaskus hätten sich geeinigt, die seit 1993 ins Stocken geratenen Gespräche über die Verteilung des Euphrat-Wassers wieder aufzunehmen, berichtete die halbamtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch. Der Bau von türkischen Staudämmen am Oberlauf des Euphrats ist seit langem ein Zankapfel zwischen beiden Ländern. Der zweitägige Besuch Miros war der erste eines syrischen Regierungschefs in der Türkei seit 17 Jahren.

Eine stärkere Zusammenarbeit sei nicht nur zum Nutzen beider Länder, sondern diene auch dem Frieden und der Stabilität in der Region, betonte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Miro sprach von einer „glänzenden Zukunft“ der beiderseitigen Beziehungen. Angesichts der US-Kritik an der Politik Syriens habe Erdogan seinem Gast nahe gelegt, die Spannungen mit Washington nicht eskalieren zu lassen, meldete Anadolu weiter. Mit Genugtuung wurde in Ankara die Zusicherung Miros aufgenommen, dass Syrien seine Grenzen für die Rebellen der kurdischen Arbeiterpartei (PKK) geschlossen halten werde. Auf militärischen Druck Ankaras hin hatte Damaskus 1998 PKK-Chef Abdullah Öcalan zum Verlassen Syriens aufgefordert. Der PKK- Chef verbüßt in der Türkei eine lebenslange Haftstrafe.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%