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Ins Wasser gefallen: Nordkorea blamiert sich mit Raketenstart

Was für ein Debakel. Nordkoreas hoch umstrittener Raketenstart ist fehlgeschlagen. Die Rakete soll in der Luft in mehrere Teile zerbrochen sein. Jetzt steht das Regime nicht nur vor einem außenpolitischen Scherbenhaufen.

Seoul/Tokio/Washington/New YorkNordkorea hat das Scheitern seines umstrittenen Raketenstarts eingeräumt. Der Beobachtungssatellit sei nach dem Start der Trägerrakete nicht wie geplant auf eine Erdumlaufbahn gebracht worden, berichteten die staatlichen Medien des sozialistischen Landes am Freitag. Einzelheiten wurden nicht genannt. „Wissenschaftler, Techniker und Experten“ seien dabei, die Gründe für den Fehlschlag zu untersuchen, hieß es.

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Die nordkoreanische Rakete hob nach südkoreanischen Angaben am Freitagmorgen (Ortszeit) von einer Abschussrampe an der Westküste ab. Sie sei jedoch schon wenige Minuten nach dem Start in mehrere Teile zerbrochen und ins Gelbe Meer gestürzt.

Wie die nationale südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen Beamten des Verteidigungsministeriums in Seoul meldete, explodierte die Rakete in einer Höhe von 151 Kilometern. Trümmerteile seien rund 100 bis 150 Kilometer südlich der südkoreanischen Westküste ins Meer gestürzt. Die südkoreanische Marine suche das Gebiet ab.

Südkorea, die USA und Japan verurteilten den Start als Provokation und Bedrohung der regionalen Sicherheit. Aus ihrer Sicht wollte Nordkorea unter dem Deckmantel eines Satellitenstart eine militärische Rakete von großer Reichweite testen, die einen atomaren Sprengkopf tragen könnte. Nordkorea wollte nach eigenen Angaben mit dem Start des Satelliten Kwangmyongsong-3 („Heller Stern“) den 100. Geburtstag des als Staatsgründer verehrten früheren Präsidenten Kim Il Sung am 15. April begehen.

Japan ist durch den Start einer nordkoreanischen Rakete nicht in Gefahr geraten. Das erklärte der japanische Verteidigungsminister Naoki Tanaka am Freitag. Es sei „irgendein fliegendes Objekt“ nach mehr als einer Minute Flug ins Meer gefallen, sagte Tanaka im japanischen Fernsehen. Japan hat den Raketenstart als eine schwere Provokation verurteilt.

  • 13.04.2012, 11:22 UhrOckhams_Rasiermesser

    Sie schreiben historischen Unfug. Es war Nordkorea, das Südkorea überfallen hat. Die Amerikaner waren damals das einzige Mal in ihrer Geschichte mit den UN unterstellten Kampftruppen an der Abwehr der Nordkoreanischen Invasion beteiligt.

  • 13.04.2012, 09:26 UhrRealist

    Zum Frieden gehören immer mindestens ZWEI. Wenn nur EINER den Frieden nicht will, dann gibt es ihn nicht.

    Afghanistan z.B. ist seit über 30 Jahren im Bürgerkrieg. Der Westen versucht seit einigen Jahren das Land zu befrieden - mit Teilerfolgen. Mit dem Kriegsbeginn in Afghanistan in den 1970-er Jahren hat der Westen nichts zu tun.
    Der Irak war seit mindestens 30 Jahren nicht friedlich. Nur wurden die Menschen vor 1991 heimlich vom eigenen Regime ermordet - ohne Kriegserklärung. Aber Frieden war das auch nicht.

    Was für ein Beispiel: Libanon. Wenn Sie 1948 die Gründung Israels als Kriegsgrund ansehen, dann hat der Westen damit vielleicht etwas zu tun. Sonst nicht!

    Den Bürgerkrig in Libyen haben ebenfalls die Menschn vor Ort begonnen und vollzogen. Später gab es Befriedungsversuche des Westens.

    Kosovo haben Sie gleich ganz weggelassen. Da wurden Menschen in großer Zahl massakriert. Ohne UN-Mandat griff der Westen ein. Sie nenen jeden Konflik Krieg und faseln von der Salonfähigkeit des Krieges.

    Dabei bemerken Sie nicht, dass der Westen Befriedungsversuche mit unterschiedloichem Erfolg vornimmt. Aber Sie nennen alles Krieg.

    Der Klügere gibt nach: Solange, bis er der Dümmer ist!

  • 13.04.2012, 09:25 UhrTobias

    "Wie bitteschön soll das Land die Technik und das Know-How für eine funktioniernde Interkontinentalrakete finanzieren? Die ehemalige Unterstützung durch Russland bzw. China ist nicht mehr gegeben."

    Tut mir leid, aber das ist Quatsch. Ich bin letztes Jahr von Peking nach Pjöngjang geflogen und war 8 Tage in Nordkorea. Wenn sich eins Nordkorea Gewiss sein kann, dann der Unterstützung aus China.

    Mit mir an Bord waren mehr Chinesische "Care"-Pakete (PCs, Drucker, andere elektronische Geräte) als Passagiere.

    Dennoch finde ich die absolute Dämonisierung Nordkoreas für unangebracht. Wir wissen zu wenig über das Land und wie immer ist das Ungewisse automatisch das Böse.

    Nordkorea greift niemanden an (anders als die USA, die Nordkorea damals angegriffen haben) und in ihrem Land dürfen sie nun mal tun und lassen, was sie wollen. Es ist schon seltsam, dass sich Länder zusammenschließen können, um darüber zu bestimmen, was ein anderes Land tun darf und was nicht. Vielleicht sollten wir uns darüber mal unterhalten.

    Im Übrigen ist auch dieser Artikel wieder vollkommen einseitig. Eine nordkoreanische Sicht wird auf 3 Seiten mit keinem Wort erwähnt. Klar macht Nordkorea Propaganda, aber das tun Japan und Südkorea auch.

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