Insgesamt fünf Verurteilungen
Todesstrafe für „Chemie-Ali“

Das irakische Sondertribunal für Regimeverbrechen hat am Sonntag den Saddam-Cousin Ali Hassan al- Madschid wegen Völkermords an den Kurden zum Tode verurteilt. Bei der Operation kamen 180 000 Menschen ums Leben.

HB BAGDAD. Ein Gericht in Bagdad hat den als „Chemie-Ali“ bekannten Cousin des früheren irakischen Staatschefs Saddam Hussein am Sonntag zum Tod verurteilt. Neben Ali Hassan al Madschid sollen wegen ihrer Beteiligung an einem Militäreinsatz gegen die Kurden in den 80er Jahren auch Saddam Husseins früherer Verteidigungsminister Sultan Haschim Ahmad al Tai und der ehemalige stellvertretende Einsatzleiter der Streitkräfte, Hussein Raschid Mohammed, gehängt werden. Bei der so genannten Operation Anfal kamen nach Angaben der Staatsanwaltschaft 180 000 Menschen ums Leben.

Zwei weitere Angeklagte wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, gegen einen dritten wurden alle Vorwürfe fallen gelassen. Der Prozess begann im August vergangenen Jahres. Ursprünglich war auch Saddam Hussein angeklagt, nach seiner Hinrichtung Ende Dezember wurde das Verfahren gegen ihn jedoch formell eingestellt.

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