Insolvenz konnte bislang abgewendet werden
New Orleans feuert 3 000 städtische Mitarbeiter

Die US-Südstaaten-Metropole New Orleans sieht sich nach den Wirbelstürmen „Katrina“ und „Rita“ zur Entlassung von 3000 Mitarbeitern gezwungen. Das sind mehr als 40 % aller städtischen Angestellten.

HB NEW ORLEANS. Die von den Hurrikanen schwer in Mitleidenschaft gezogene Stadt habe kein Geld mehr, um alle Beschäftigten zu bezahlen, sagte Bürgermeister Ray Nagin am Dienstag.

„Mit großem Bedauern müssen wir bekannt geben, dass wir nicht in der Lage sind, alle unsere engagierten Mitarbeiter zu halten“, teilte er auf einer Pressekonferenz mit. „Wir haben alle Alternativen geprüft ... und wir sind einfach nicht in der Lage, die Finanzierung aufzubringen.“ Eine Insolvenz habe aber bislang abgewendet werden können, fügte der Bürgermeister hinzu. „Wir können noch einen oder zwei Monate auf einem Bein hinken. In zwei Monaten sprechen wir noch mal.“

Nach Hurrikan „Katrina“, der Ende August über die US-Südstaaten hinweggefegt war und rund 80 % von New Orleans überschwemmt hatte, mussten praktisch alle Geschäfte und Unternehmen in der Metropole schließen. Daraufhin blieben auch die Steuereinnahmen aus. Nun steht New Orleans vor der Aufgabe, die Stadt wieder trocken zu legen und aufzubauen. Vor dem Wirbelsturm „Katrina“, der 1200 Menschen das Leben kostete und versicherte Schäden von mehr 34 Mrd. Dollar verursachte, lebten in New Orleans rund eine halbe Million Menschen. Zurückgekehrt sind bislang lediglich einige Tausend.

Einige Hurrikan-Opfer beschwerten sich, dass die Aufbaumaßnahmen wegen bürokratischer Hürden nur schleppend anliefen. „Wir haben von Anfang an im Sumpf der Bürokratie gesteckt“, sagte ein 51-Jähriger, der nach „Katrina“ obdachlos wurde. „Je mehr man darüber spricht, was getan werden muss, desto blinder und tauber werden die Leute."

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