Internationale Beobachter gehen von größtenteils sauberer Wahl aus
Ex-General wird neuer indonesischer Präsident

Ex-General Susilo Bambang Yudhoyono hat die Präsidentenwahl in Indonesien mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Amtsinhaberin Megawati Sukarnoputri hegt den Verdacht, dass es zu Wahlbetrug gekommen ist.

HB JAKARTA. Laut vorläufigem Endergebnis kommt Yudhoyono auf 60 Prozent der Stimmen. Auf Frau Sukarnoputri entfielen 39 Prozent. Ein Prozent blieb ungeklärt, möglicherweise geht dies auf ein Aufrundungsverfahren bei der Stichwahl zurück. Ein Vertreter der Wahlkommission sagte, die offizielle Bekanntgabe des Endergebnisses sei noch für Montag oder aber für Dienstag zu erwarten. Danach erst werde Yudhoyono seinen Sieg verkünden und erste Hinweise auf seine politischen Ziele sowie auf die Zusammensetzung der Regierungsmannschaft geben.

Unklar schien, ob Amtsinhaberin Sukarnoputri das Ergebnis der Wahl vom 20. September akzeptieren wird. Ein Sprecher ihres Wahlkampfteams sagte, es gebe die Sorge, in einigen Bezirken sei es möglicherweise zu Unregelmäßigkeiten gekommen. „Wir sehen die Eventualität von Wahlbetrug. Wir beraten mit unseren Spitzenvertretern, ob wir deshalb vor das Verfassungsgericht gehen.“ Ausländische Beobachter hatten allerdings nach der Wahl erklärt, größere Unregelmäßigkeiten, die das Endergebnis noch beeinflussen könnten, seien nicht aufgefallen.

Der Vertreter der Wahlkommission sagte, an der Legitimität des vorläufigen Endergebnisses werde sich nichts ändern, sollte es einen Protest dagegen geben. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge schlägt Yudhoyono Sukarnoputri um rund 25 Millionen Stimmen. An der Wahl nahmen etwa 116 Millionen Stimmberechtigte teil.

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