Internationale Friedenstruppe
Israel will deutsche Soldaten

Schwere Kämpfe im Libanon: Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf die Hauptstadt Beirut fortgesetzt. Kampfflugzeuge bombardierten gleich mehrere Vororte. Gleichzeitig rückten Bodentruppen weiter auf libanesisches Gebiet im Süden vor. Israels Ministerpräsident Olmert drängt indes verstärkt auf ein deutsches Engagement in Nahost.

HB BEIRUT. Nach Angaben der libanesischen Polizei wurden bis zum Freitagmorgen mehrfach Ziele in den als Hochburgen der radikal- islamischen Hisbollah geltenden Vororten Beiruts bombardiert. Offizielle Angaben über Opfer lagen zunächst nicht vor, in Medienberichten war von drei Toten die Rede.

Unterdessen ging auch die Bodenoffensive der israelischen Armee im Südlibanon weiter. Nach Angaben der UN-Beobachtertruppe (UNIFIL) lieferten sich in der Nacht israelische Soldaten und Hisbollah- Kämpfer nahe Markaba schwere Gefechte. In Gaza griffen israelische Kampfflugzeuge und Hubschrauber zwei Häuser an, die militanten Palästinensern als Waffenlager gedient haben sollen.

Stunden vor der Bombardierung der südlichen Vororte Beiruts hatte die israelische Armee in Flugblättern Angriffe auf dieses Gebiet angekündigt und die Bevölkerung zum Verlassen der Stadtteile aufgefordert. Gegen 1.00 Uhr Ortszeit erschütterten dann mindestens vier schwere Explosionen die Stadt. In einer zweiten Angriffswelle wurden am Morgen erneut Ziele in den Stadtteilen Hay Madi und Roueiss angegriffen.

Am Donnerstagabend war bei einem israelischen Luftangriff in der Nähe von Baalbek im Nordosten Libanons eine Frau getötet worden. Wie die libanesische Polizei weiter mitteilte, wurden drei weitere Zivilisten verletzt, als ihr Haus in einer Ortschaft westlich von Baalbek von einer Rakete getroffen wurde.

Hisbollah-Anführer Hassan Nasrallah hatte Israel am Donnerstagabend mit Vergeltungsschlägen gedroht, sollte das Zentrum Beiruts bombardiert werden. In diesem Fall werde man Tel Aviv mit Raketen angreifen. „Wenn Ihr Beirut angreift, dann greifen wir Tel Aviv an, dazu sind wir in der Lage“, sagte der seit Beginn der Kämpfe am 12. Juli untergetauchte Hisbollah-Chef in einer Fernsehansprache, die vom Hisbollah-Sender Al Manar ausgestrahlt wurde.

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