Internationale Stahlkonferenz
Merkel pocht auf faire Handelsbeziehungen

Angesichts immens steigender Rohstoffpreise will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel auf internationaler Ebene für faire Handelsbedingungen einsetzen.

HB BERLIN. Merkel sagte am Dienstag bei einem Galadiner einer internationalen Stahlkonferenz in Berlin, für die wirtschaftliche Entwicklung seien die Werkstoffe, wie Stahl, von hoher Bedeutung und für diese wiederum die Rohstoffe, deren Preise zuletzt dramatische anstiegen. „Die Rohstoffpolitik spielt eine ganz neue Rolle“, sagte sie. Dabei komme es auf einen fairen Austausch zwischen Produzenten und Verbrauchern an. Dafür zu sorgen, liege mit in der Verantwortung der Politik. Zu diesem Thema gehöre auch, dass die Länder, die über Rohstoffe verfügten, ihren fairen Anteil vom Erlös erhalten müssten.

„Da muss man schon sagen, die Realität sieht oft anders aus“, kritisierte die Kanzlerin. Es gebe Raubbau, illegalen Handel und teils „sehr, sehr schwierige Arbeitsbedingungen“. „Ich glaube, wenn wir zu einem fairen Wettbewerb weltweit kommen wollen, dann müssen wir uns auch über Mindeststandards beim Rohstoffabbau, bei ökologischen Rahmenbedingungen, bei sozialen Standards verständigen“, forderte sie. Bei den Rohstoffländern müsse es mehr Transparenz über den Verbleib der Erlöse geben. Merkel warnte darüber hinaus vor angesichts des wachsenden Wettbewerbs weltweit vor Abschottungstendenzen. Zudem plädierte sie für eine globale Anstrengungen zur Minderung des Schadstoffausstoßes, die Industrie- wie Entwicklungsländer einschließen sollte.

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