Internationaler Währungsfonds
IWF bekräftigt den weiteren Schuldenabbau

Der IWF hält den einsetzenden Schuldenabbau in den großen Industrieländer nach den kreditfinanzierten Krisenprogrammen für angemessen
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WASHINGTON. Der IWF hält den einsetzenden Schuldenabbau in den großen Industrieländer nach den kreditfinanzierten Krisenprogrammen für angemessen.

In seinem neuen "Finanzpolitischen Monitor" warnte der Internationale Währungsfonds aber vor dem hohen Risiko, dass die Investoren das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der eingeleiteten Sparmaßnahmen verlieren könnten. Die Geschwindigkeit beim Anziehen der finanzpolitischen Zügel werde im nächsten Jahr zunehmen, auch wenn das Tempo in den einzelnen Ländern unterschiedlich ausfallen werde.

Angesichts der Gefahr, dass ein abruptes Umsteuern in der Finanzpolitik den Aufschwung beeinträchtigen könnte, sei das Tempo vertretbar, urteilte der IWF. Während zuletzt die Verschuldung in den großen Industrieländern noch gestiegen war, verringerten sich inzwischen die Defizite in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern wegen der anziehenden Wirtschaftsentwicklung. In den Industrieländern werde der Verschuldungsgrad in diesem Jahr noch weiter steigen, sagte der IWF voraus. Die Schuldenquote dürften Ende 2011 rund 29 Prozentpunkte - gemessen am Bruttoinlandsprodukt - höher liegen als zu Beginn der Finanzkrise.

"Die (Etat-)Defizite übersteigen immer noch das Ausmaß dessen, was notwendig wäre, um die Verschuldung zu stabilisieren", heißt es beim IWF. Die Sparpläne in Ländern wie Kanada, Island, Israel, Südkorea oder auch der Schweiz ließen erwarten, dass 2011 ein Schuldenabbau greifen könnte. Die größten Schulden-Anstiege von zwischen 15 bis 42 Prozent würden für Irland, Griechenland, Spanien, Japan und die Vereinigten Staaten erwartet. In 60 Prozent der Länder, die von dem Bericht erfasst werden, nähmen die Defizite inzwischen ab. Im kommenden Jahr sollten es dann 90 Prozent sein.

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