Internet
Chinesisches Unternehmen hält Syrien am Netz

Viele Telekommunikationsunternehmen haben sich aus Syrien zurückgezogen. Nun sorgt ein chinesisches Unternehmen dafür, dass es in dem umkämpften Land weiter Internet gibt. Offenbar ist auch die Telekom beteiligt.
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New York Nach dem Rückzug anderer Telekommunikationsunternehmen hält nach Angaben einer Sicherheitsfirma ein chinesischer Anbieter die Internetverbindung Syriens aufrecht. Über das in Hongkong ansässige Unternehmen PCCW laufe ein Großteil des Internetverkehrs von und nach Syrien, teilte die US-Firma Renesys mit, die sich auf die Überwachung des Internet-Traffics spezialisiert hat.

Ein Teil des syrischen Internetverkehrs werde auch von der Deutschen Telekom und von Telecom Italia abgewickelt, erklärte Renesys am Dienstag weiter. Der Anteil des italienischen Anbieters sei jedoch aus unbekannten Gründen stark rückläufig, was ebenfalls auf einen bevorstehenden Rückzug hindeuten könne.

PCCW übernahm laut Renesys den Großteil des syrischen Dienstes, nachdem die Verbindung über den größten türkischen Telefonanbieter Turk Telecom am 12. August aus nicht genannten Gründen abgebrochen sei. Die benachbarte Türkei gilt als einer der schärfsten Kritiker des syrischen Regimes von Präsident Baschar Assad. China hingegen ist einer der wenigen noch verbliebenen Verbündeten Assads.

Die syrische Regierung hat zwar letztlich die Kontrolle über die Internetverbindungen ins Ausland. Dennoch ist das Netz ein wichtiger Kanal für die Kommunikation der Rebellen und für Nachrichten aus dem Bürgerkriegsland. Syrien ist über Unterwasserkabel nach Zypern, Ägypten und in den Libanon an das Internet angeschlossen. Einige Kabel durch das Mittelmeer gehören anteilig PCCW.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Internet : Chinesisches Unternehmen hält Syrien am Netz "

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  • Es ist Hong Kong nicht PRC China.

    Hong Kong, not China keeping Syria online
    http://www.theregister.co.uk/2012/08/23/pccw_keeps_syria_online/

  • Gott sein Dank gibt es noch Länder und Unternehmen die sich nicht von den US-Kriegstreibern unter Druck setzen lassen. Meine Sympathien haben die Chinesen und Russen schon lange.

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