Interview endet im Eklat
Sarkozy beschimpft Pressesprecher als Blödmann

Eklat im US-Fernsehen: Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat ein Interview mit dem Sender CBS erbost abgebrochen und seinen Pressesprecher als Blödmann beschimpft. Grund: Fragen über seine inzwischen von ihm geschiedene Frau Cécilia.

HB NEW YORK. Die am Sonntag in den USA ausgestrahlte Sendung „60 Minutes“ wurde Anfang des Monats in Paris aufgezeichnet, zwei Wochen später wurde die Scheidung der Sarkozys bekanntgegeben.

Noch vor Beginn des Interviews beschimpfte der Präsident seinen Pressesprecher als Blödmann, weil dieser den Termin für einen arbeitsreichen Tag vereinbart habe. „Okay, ich habe keine Zeit. Ich muss einen großen Job erledigen, ich habe einen Terminplan“, sagte Sarkozy mit Hilfe eines Dolmetschers und fügte auf Englisch hinzu: „Very busy. Very busy“ (sehr beschäftigt).

In dem Interview sagte Sarkozy, er bewundere den Arbeitsethos der Amerikaner und die in den USA gebotenen Aufstiegsmöglichkeiten unabhängig von der Herkunft einer Person. „Ich möchte, dass die Amerikaner wissen, dass sie auf uns zählen können. Aber zugleich möchten wir die Freiheit haben, anderer Meinung zu sein“, erklärte er.

Auf die Frage nach seiner Frau sagte Sarkozy: „Wenn ich etwas über Cécilia zu sagen hätte, würde ich das sicher nicht hier tun.“ Damit erklärte er das Interview für beendet.

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