Interview mit Energiekommissar Andris Piebalgs
EU will Netz-Regulierung per Aktiensplitt

Die EU-Kommission will die deutschen Energiekonzerne durch einen Aktiensplitt zur Abgabe ihrer Leitungsnetze zwingen. Die Versorger sollen in rechtlich unabhängige Gesellschaften für Energieerzeugung und Netzbetrieb aufgespalten werden. Die Aktionäre bekämen dann entsprechend ihrer bisherigen Anteile Aktien der beiden neuen Gesellschaften.

BRÜSSEL. Mit dem Modell eines Aktiensplitts will Energiekommissar Andris Piebalgs die Kritik der Energiekonzerne und der Bundesregierung an Brüsseler Plänen für den Energiemarkt entkräften. Diese verstießen gegen die Eigentumsgarantie des Grundgesetzes, moniert die Energiewirtschaft. „Mit dieser Lösung werden die Aktionäre nicht enteignet“, betonte Piebalgs im Handelsblatt-Interview.

Die EU-Kommission hatte im Januar drastische Maßnahmen gegen Europas Energiekonzerne einschließlich ihrer Zwangsentflechtung angekündigt. Damit will sie die gravierenden Wettbewerbsprobleme auf den Strom- und Gasmärkten lösen. Besonders betroffen wären die deutschen und französischen Versorger. Dort hat das Brüsseler Vorhaben einen Proteststurm ausgelöst. Die Kommission will sich davon nicht abschrecken lassen. Piebalgs kündigte an, dass er im September einen Richtlinienentwurf zur Entflechtung vorlegen werde.

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