Interview mit Laura Bush: „Mein Mann ist ein Kriegsgegner“

Interview mit Laura Bush
„Mein Mann ist ein Kriegsgegner“

Er führt „Krieg gegen den Terrorismus“, doch leichtfertig ist US-Präsident George Bush nicht in den Irakkrieg gezogen. Davon ist seine Frau Laura überzeugt. Vielmehr sei ihr Mann ein Kriegsgegner, erklärte Amerikas First Lady in einem Interview.

HB LONDON. Der britische Sender BBC strahlte das Gespräch am Samstag aus. Der „Krieg gegen den Terrorismus“ habe vieles schwieriger gemacht, darunter auch ihre eigene Aufgabe als Präsidentengattin, sagte Laura Bush.

Die First Lady liegt derzeit nach Angaben der BBC in Umfragen weit vor ihrem Ehegatten. Zeitweise sei sie sogar - ähnlich wie Hillary Clinton, die Frau des früheren Präsidenten Bill Clinton - als künftige US-Präsidentin ins Spiel gebracht worden. Dies sei jedoch „absolut unwahrscheinlich“, erklärte Laura Bush. Auch ihre Freundin, die US-Außenministerin Condoleezza Rice, habe „ganz klar entschieden“, sich nicht um das Präsidentenamt zu bemühen.

In dem Interview mit dem BBC-Journalisten David Frost schilderte Laura Bush, wie schwierig die Aufgabe einer First Lady in einem durch den Irak-Krieg gespaltenen Land sei. „Offenkundig hatten wir nicht erwartet, was am 11. September geschehen würde. Wir erwarteten niemals, dass wir im Krieg stehen würden“, sagte sie.

Sie erinnere sich gut daran, wie ihr Schwiegervater, der Vater des jetzigen Präsidenten, die Entscheidung für den ersten Golfkrieg zu treffen hatte und wie dann „die Leichensäcke nach Kuwait gebracht wurden“. Die Entscheidungen, die ein US-Präsident zu treffen habe, seien oft folgenschwer. „Viele Menschen sind sehr, sehr ernsthaft gegen Krieg, jeder ist gegen Krieg, der Präsident ist gegen Krieg, niemand will Krieg, aber es wollte auch niemand, was am 11. September geschah.“

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