Intifada-Aufruf
Israelisches Militär beschießt Ziele im Gazastreifen

Die israelische Armee hat im Gazastreifen Stützpunkte der Hamas angegriffen. Die Offensive sei eine Reaktion auf einen Raketenangriff. Zuvor kündigte US-Präsidenten an, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen.
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Jerusalem Nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen hat Israels Armee am Donnerstag Stützpunkte der dort herrschenden Hamas angegriffen. Eine Rakete sei im Süden Israels explodiert, teilte das Militär mit. Daraufhin hätten ein Panzer und ein Kampfjet der Streitkräfte zwei Posten im Gazastreifen beschossen.

„Die israelische Armee zieht die Hamas für feindselige Aktivitäten aus dem Gazastreifen zur Verantwortung, die gegen Israel gerichtet sind“, hieß es in der Stellungnahme.

Nach der Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch US-Präsident Donald Trump hat die Hamas zu einem neuen Palästinenseraufstand (Intifada) gegen Israel aufgerufen. Hamas-Chef Ismail Hanija forderte zur „Befreiung Jerusalems“ auf. Israel hat seine Sicherheitskräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, weil nach den Freitagsgebeten neue Unruhen befürchtet werden.

Angesichts der Sorge vor einem neuen Gewaltausbruch in der Region ist für Freitag eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates angesetzt.

In einem historischen Alleingang hatte Trump am Mittwoch Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt. Er wies zudem das Außenministerium an, mit dem Prozess zur Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu beginnen. Dies hatte er im Wahlkampf versprochen.

Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt. Dieser Anspruch wird international nicht anerkannt. Israel hatte 1967 während des Sechs-Tage-Krieges den arabischen Ostteil der Stadt erobert und später annektiert. Die Palästinenser sehen in Ost-Jerusalem die künftige Hauptstadt eines unabhängigen Palästinenserstaates.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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