Irak
1 000 britische Soldaten dürfen heim

Großbritannien wird bis zum Jahresende weitere 1 000 Soldaten aus dem Irak abziehen. Das hat der britische Premier Gordon Brown bei einem Besuch in Bagdad bekannt gegeben und zugleich die Hoffnung genährt, die britische Armee würde ihre Präsenz im Irak in absehbarer Zeit beenden.

HB BAGDAD. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki erklärte am Dienstag nach einem Gespräch mit Brown in Bagdad, der Irak werde innerhalb von zwei Monaten die Verantwortung für die Provinz Basra übernehmen. Brown bestätigte die Pläne und sagte, damit könne die Zahl der britischen Soldaten in der Region auf 4 500 reduziert werden. Ziel des Besuchs ist nach Angaben aus Browns Umfeld ein fester Zeitplan für die vollständige Übergabe der Region Basra im Süden des Landes an die irakischen Behörden.

„Wir sind bereit, innerhalb von zwei Monate die Sicherheit in Basra zu übernehmen und das werden wir tun“, erklärte Al-Maliki. „Basra wird eine der Provinzen sein, in denen die irakischen Truppen vollständig für die Sicherheit verantwortlich sind.“ Brown sagte, die Entscheidung über eine weitere Truppenreduzierung werde im kommenden Jahr fallen. Basra ist die einzige Region im Süden des Landes, die noch unter der Kontrolle der Koalitionstruppen steht.

Brown war am Dienstag ohne vorherige Ankündigung zu seinem ersten Besuch als Premierminister in den Irak gereist. Er wollte von Bagdad nach Basra weiterfliegen und dort britische Soldaten und Kommandeure treffen. Auch ein Gespräch mit dem Befehlshaber der US-Streitkräfte im Irak, General David Petraeus, war geplant.

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