Irak: Angeblich Hoffnung für deutsche Geiseln

Irak
Angeblich Hoffnung für deutsche Geiseln

Die beiden deutschen Geiseln im Irak sollen nach einem Bericht des „Spiegel“ wohlauf sein und bald frei kommen. Dagegen erklärt Außenminister Steinmeier, es gebe keine neue Entwicklung.

HB BAGDAD. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte in Berlin, die Experten des Krisenstabs hätten das letzte Video-Band der Entführer ausgewertet. Einzelheiten dazu teilte der Minister nicht mit. Offizielle Stellen nahmen zu Berichten, wonach eine Freilassung der beiden Deutschen kurz bevorstehe, keine Stellung. „Der Krisenstab setzt seine Arbeit unvermindert fort“, sagte Steinmeier.

„Der Spiegel“ hatte unter Berufung auf einen sunnitischen Gelehrten berichtet, dass die Geiseln René Bräunlich (32) und Thomas Nitzschke (28) unversehrt seien. Die Freilassung der Verschleppten stehe kurz bevor.

Bräunlich und Nitzschke arbeiten für einen sächsischen Anlagenbauer, der in den Irak eine Luftzerlegungsanlage verkauft hatte. Vor drei Wochen wurden die beiden nahe der größten irakischen Ölraffinerie in Beidschi entführt, als sie zur Inbetriebnahme der Anlage auf das Gelände einer Reinigungsmittelfirma unterwegs waren.

Am Montag hatte der arabischen Sender Al-Arabija eine neue Videobotschaft der Entführer ohne Ton ausgestrahlt. Nach Angaben des Senders flehten Bräunlich und Nitschke die Bundesregierung in dem Film um Hilfe an. Beide tragen orangefarbene Overalls und knien am Boden. Hinter ihnen stehen die schwarz vermummten, bewaffneten Entführer, von denen einer eine Erklärung verliest. Laut Al-Arabija nannten die Kidnapper ihre Videobotschaft ein „letztes Signal“.

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