Irak
Anschlag vor Haus von möglichem Maliki-Nachfolger

Haider al-Abadi soll dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki im Amt nachfolgen. Ein Selbstmordanschlag vor seinem Haus verschärft nun die Brisanz im politischen Machtkampf zusätzlich.
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BagdadIm Irak hat sich ein Selbstmordattentäter in der Nähe des Hauses des designierten Ministerpräsidenten Haider al-Abadi in die Luft gesprengt. Der Attentäter habe den Sprengsatz an einem Kontrollpunkt an einer Zufahrt zum Haus des Politikers gezündet, sagten Polizisten. Berichte über Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht. Das Büro Abadis war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Abadi gilt als weniger polarisierend als der amtierende Ministerpräsident Nuri al-Maliki. Beide Politiker gehören der schiitischen Dawa-Partei an. Kritiker werfen Maliki vor, das Land durch die Ausgrenzung der Sunniten gespalten und damit den Vormarsch der radikal-islamischen Miliz Islamischer Staat ermöglicht zu haben. Maliki hatte sich Forderungen von Sunniten, Kurden, aber auch aus den eigenen Reihen widersetzt, auf eine dritte Amtszeit zu verzichten.

Im politischen Machtkampf hatte der irakische Staatspräsident Fuad Massum am Montag den Druck auf Maliki erhöht und Parlamentsvizepräsident Abadi mit der Regierungsbildung beauftragt.

Unterdessen erhöhen die USA ihre Präsenz im Irak: Das Pentagon hat 130 weitere Militärberater entsandt. Ziel ihrer befristeten Mission sei es, das Ausmaß der humanitären Flüchtlingskrise im Norden des Landes einzuschätzen, teilte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel am Dienstag (Ortszeit) bei einem Besuch in Kalifornien mit. Es handele sich dabei aber nicht um eine Operation mit Bodentruppen, betonte er. Hagel äußerte sich in einer Rede vor Marinesoldaten im Stützpunkt Camp Pendleton.

Die 130 Militärberater trafen am Dienstag in der nordirakischen Stadt Erbil ein. Ein Pentagon-Mitarbeiter sagte, Aufgabe der entsandten Marine- und Spezialeinheiten werde es sein, mit Vertretern des US-Außenministeriums und der Entwicklungshilfebehörde USAID die Lage in Sindschar und Umgebung und humanitäre Hilfsoptionen zu prüfen. In der Region haben sich Tausende Mitglieder der Minderheit der Jesiden vor Kämpfern des Islamischen Staats auf ein Gebirge geflüchtet.

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  • Al-Maliki beharrt auf dritter Amtszeit
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    Er will nicht weichen.
    Mittlerweile gab es einen Selbstmordanschlag auf seinen designierten Nachfolger.

    Im Irak hat sich ein Selbstmordattentäter in der Nähe des Hauses des designierten Ministerpräsidenten Haider al-Abadi in die Luft gesprengt.

    Jetzt sitzt er zur Rechten Allahs und wird von Jungfrauen verwöhnt. Für seine Familie ist er ein Märtyrer und wird ewig in ihrer Erinnerung bleiben.

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