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Irak: Aufständische überlisten US-Drohnen mit Billigsoftware

Aufständische im Irak haben nach einem Medienbericht zufolge Videoübertragungen aus ferngesteuerten US-Drohnen angezapft. Die Aufständischen haben die High-Tech-Waffen offenbar mit einer Billig-Software überlistet, die jeder über das Internet beziehen kann.

Eine ferngesteuerte Drohne der US-Air Force des Typs MQ-1 Predator. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Eine ferngesteuerte Drohne der US-Air Force des Typs MQ-1 Predator. (Symbolfoto) Quelle: dpa

HB WASHINGTON. Wie das " Wall Street Journal" am Donnerstag berichtete, überlisteten Hacker die hochtechnologischen Waffen mit Hilfe einer Billigsoftware, die über das Internet bezogen werden kann. Auf bei Festnahmen sichergestellten Laptops seien Stunden von Bild-Material von Drohnen-Kameras gefunden worden, meldete die Zeitung unter Berufung auf einen US-Offizier.

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Die ersten gestohlenen Aufnahmen seien bereits Ende vergangenen Jahres sichergestellt worden. Im Juli dieses Jahres hätten US-Militärs weitere Piraten-Videos entdeckt. Sicherheitskräfte hätten daraus geschlossen, dass vom Iran finanzierte militante Gruppen Drohnenvideos inzwischen regelmäßig auswerteten. Es seien "Tage um Tage und Stunden um Stunden Beweismaterial" entdeckt worden, zitiert das Blatt den US-Offizier.

Auch in Afghanistan hätten Sicherheitskräfte Belege für abgefangene Videoübertragungen gefunden. Es gebe allerdings keine Beweise dafür, dass die Hacker auch in der Lage seien, die Kontrolle über die Waffen zu übernehmen. Dennoch profitiere die gegnerische Seite davon, wenn sie über geplante US-Militäraktionen im Bilde sei oder wisse, welche Straßen und Gebäude die Spionagewaffe gerade auskundschafte.

Der US-Geheimdienst setzt die unbemannten, ferngesteuerten Waffen verstärkt im Irak und in Afghanistan ein, um Mitglieder von El Kaida und andere Terroristen aufzuspüren und auch zu töten. Erst vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Barack Obama angekündigt, er werde weitere Drohnen nach Pakistan schicken, um dort gegen Extremisten vorzugehen. Bei Drohnenangriffen auf Autos und Gebäude starben bereits auch Hunderte Zivilisten.

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